Delogierung – nein danke

Was haben eine dem Alkohol verfallene Halbzeitstudentin, ein kürzlich geschiedener Mitte-50- Arbeitsloser und eine krebskranke Taubenmaske tragende Pensionistin gemeinsam? Richtig, den Aufhebungsbescheid ihrer Mietverträge. Die drei Hauptprotagonist_innen wohnen alle in einem alten heruntergekommen Haus, das – wie jedes andere in ihrer Straße – kernsaniert und revitalisiert werden soll. Aus den sich gerade nicht wohl gesonnen Mietparteien mit drei komplett konträren Lebenssituationen entsteht die Geschichte eines liebevollen und solidarischen gemeinsamen Widerstands gegen den drohenden Rausschmiss. Geschmückt wird das Ganze mit tiefen Einblicken in das manchmal trivial und doch allzu bekannte Leben der „Letzten“. Ein von Witz und Charme geprägter Roman in der Spanne von Delogierung, Tod und Happy End.

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Madeleine Prahs: Die Letzten. 296 Seiten, dtv, München 2017 EUR 21,60

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