Diskriminierung von Trans*Weiblichkeiten

Als Produkt der klassischen mitteleuropäischen Erziehung war ich mehr als ein bisschen uninformiert, was das Thema „Transgender“ angeht. Zum Glück hat man dem jetzt Abhilfe geschaffen. FaulenzA schreibt wie es ist, die Wahl zu haben zwischen einem von der Optik vorgegebenen Leben mit einer Identität, die man nicht ausfüllen kann bzw. will (warum auch), und einem, in dem man täglich mit Trans*misogynie konfrontiert ist. Persönlich, ohne Blatt vor dem Mund und mit zahlreichen Beispielen. Denn Transfrauen stehen oft in einer Definitionslücke, werden nicht als weiblich wahrgenommen, sogar in vermeintlich sicheren Räumen, die von und für Frauen geschaffen sind. Meine Hauptfrage war es, wie gehe ich jetzt damit um? Dazu gibt es gegen Ende gute Tipps, die jeder wohlig egozentrischen Person wie mir am Herzen liegen: wie gehe ich am geschmeidigsten durchs Leben, ohne rechts und links Leute zu beleidigen? Das geht so – Reihenfolge von FaulenzaA – „check your privilege“, schaffe inklusive Räume, nimm Kritik an, wenn du dich daneben benimmst, sei solidarisch, sei achtsam. Klingt einfach?

Bojana Kalanj

FaulenzA: Support your sisters not your cisters. Über Diskriminierung von Trans*Weiblichkeiten. Mit Illustrationen von Yori Gagarim. 144 Seiten, edition assemblage, Münster 2017 EUR 10,30

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