Kategorie: Geschichte

Bertha Pappenheim in ihren Schriften

Gudrun Wolfgruber, die bereits viel zur Fürsorge und Sozialarbeit geforscht hat, gab einen Sammelband mit ausgewählten Schriften der Pionierin der jüdischen Sozialarbeit Bertha Pappenheim (1859-1936) heraus. Die Autorin initiierte 2007 auch eine Gedenktafel auf dem Wohnhaus der Familie Pappenheim in der Wiener Liechtensteinstraße Nr. 2. Über Pappenheims Leben als Patientin...

Führende Persönlichkeiten

„Sie wollten wählen – und wurden ausgelacht“ heißt es im Untertitel des Bandes „Die Suffragetten“. Für heutige junge Frauen unvorstellbare Zustände – doch liegen sie teilweise gar nicht so lang zurück. Das Recht auf eine eigene Lebens- und Karriereplanung. Das Recht, zu wählen, zu studieren, einer eigenen Erwerbsarbeit nachzugehen, über...

Intergenerationelle Geschichte(n)

Anna und Rosa, zwei Frauen aus Südtirol, haben einiges gemeinsam. Sie waren Alleinerzieherinnen, kamen aus ärmlichen Verhältnissen und haben sich 1939/40 im Zuge der sogenannten „Südtirol-Option“ für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden. 1952 kehrten sie nach Südtirol zurück. Anna und Rosa sind die beiden Großmütter der Wiener Historikerin Elisabeth Malleier, die...

Einflussreiche Damen in Versailles

Regina Schleunig macht sich in ihrem Buch „Hof, Macht, Geschlecht“ auf die Erkundung der Kategorien Einfluss und Stellung der Frauen um Louis XIV. Der Text über die Hofdamen des Sonnenkönigs entstand im Zuge einer Dissertation, entsprechend wissenschaftlich gestaltet sich die Aufmachung des Buches mit überwältigend vielen Fußnoten und Zitaten. Wer...

„Frauenräume“ in der Mission Südafrikas

Im Zentrum der Publikation von Martina Gugglberger stehen die Lebensgeschichten von 23 europäischen Frauen, die in den 1950er und 1960er Jahren in den Missionsorden der Schwestern vom Kostbaren Blut eintraten, um in der heutigen südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal als Missionarinnen tätig zu sein. Damit wendet sich die Historikerin einer noch wenig wissenschaftlich...

Männlicher Krieg? Weiblicher Friede?

Der Sammelband „Männer.Frauen.Krieg“ basiert auf einer gleichnamigen Tagung der Volkshochschule Osnabrück, welche Anfang 2015 durchgeführt wurde. Die verschiedenen Beiträge werfen Schlaglichter auf die Frage, welche Rolle das Geschlecht in Krieg und Frieden spielt(e). Der Beitrag von Christoph Rass bietet einen historischen Überblick und zeigt, dass Frauen durch alle Jahrhunderte in...

Private Gedanken sind politisch

Die neuste Ausgabe der L’Homme Schriften, welche sich der Geschichtswissenschaft aus einer feministischen Perspektive widmen, beschreibt die Funktion von Tagebüchern und behandelt Beispiele diaristischer Niederschriften von Frauen in kriegerischen Zeiten. Anhand der ausgewählten Texte lässt sich das Alltags(er)leben von Frauen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Die bekanntesten...

Bekömmlich erzählter Schrecken

In ihrem 800 Seiten starken Werk „Ohne Haar und ohne Namen“ rollt die britische Journalistin und Autorin Sarah Helm die sechsjährige Geschichte des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück auf (1939-1945). Dabei erzählt sie auf spannende Art und Weise und lässt eine Vielzahl von Überlebenden zu Wort kommen. Sie porträtiert auch zahlreiche SS-Angehörige und...

gegen über tragen

Ausgehend von einem durch die Shoah bedingten „Notstand der Zeugenschaft“ – der prinzipiellen Infragestellung der Möglichkeit von Zeug_innenschaft und der Fähigkeit für und von sich selbst zu sprechen – analysiert Johanna Bodenstab (1961-2015) Videozeugnisse von Überlebenden der Shoah in Hinblick auf Mutter-Tochter-Beziehungen. Ihre psychoanalytische Zugangsweise drückt sich dabei nicht nur...

Gendering Auschwitz

Was hat die Haft in Auschwitz mit den Körpern, der Sexualität, der Identität der Inhaftierten gemacht? Lässt sich aus den Texten von Auschwitz-Überlebenden ein „doing gender“ herauslesen? War das Schreiben ein Akt, mit dem das eigene Selbst wieder errichtet werden konnte, nachdem in Auschwitz versucht wurde, dieses Selbst der Inhaftierten...