Mathildas Monster

In Mathildas Leben gibt es ein Problem: Sie hat als Einzige in ihrer Klasse noch kein Monster und die sind im Moment total in. Einfach alle haben eines. Zuerst ist sie darüber beunruhigt, beschließt aber vorerst abzuwarten, denn Monster kann man sich keines suchen, man wird von einem gefunden. Da ihr Problem mit Warten nicht gelöst wird, macht sich Mathilda jeden Tag besonders hübsch, lächelt die ganze Zeit und versucht auf diese Weise eines anzulocken. Leider hilft auch das nichts, und ihre Freunde, ihre Eltern und ihr Bruder bemitleiden sie bereits. Ganz ohne Monster zu leben, ist doch auch möglich, denkt Mathilda. Nur, mit einem Monster hat man einfach immer jemanden der einen beschützt und ist nie alleine. Letztendlich reicht es Mathilda. Egal was ihre Familie oder ihre Schulfreunde sagen, sie macht sich auf die Suche nach ihrem Monster. Wie sich diese Suche gestaltet und ob Mathilda damit Erfolg hat, erfährt man in diesem überaus kurzweiligen Kinderbuch. Mädchen werden durch Mathildas Entscheidung ermutigt, einen anderen, ganz individuellen Weg einzuschlagen, ohne auf Konventionen zu achten. Das Buch hat zahlreiche, sehr fantasievolle, lustige und berührende Illustrationen in sanften Pastellfarben. Gerda Saliger

Michelle Knudsen: Mathildas Monster. Illustriert von Matt Phelan. 40 Seiten, Orell Füssli, Zürich 2016 EUR 14,30

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