Kategorie: Kunst

Befreit von Schönheitsnormen

Don’t judge a book by its cover, könnte eine Botschaft der britischen Photographin Amelia Allen sein. Ihr neuer Fotoband zeigt die zeitgenössische NudistInnenszene in einer sehr direkten Weise: nackte Menschen beim Tischtennis-Spielen, Radfahren durch die Londoner Innenstadt, beim Tea for Two. Ihr Anliegen, Freiheit und Befreiung unbearbeitet oder „ungeschönt“ darzustellen,...

Gender Gap revisited

Reflexionen zur Positionierung von Frauen im Kontext der Kunst sind Thema der Publikation von Priska Seisenbacher und Verena Humer. Die beiden Autorinnen ziehen für ihre Untersuchungen über Gender-Verhältnisse Literatur, Film, Theater, Performance und bildende Kunst heran, ein weiterer Teil des Buches besteht aus Interviews mit Gesprächspartnerinnen aus unterschiedlichen Kunstbereichen. Eine...

Lady mit Hund in der Malerei

Ulla Fölsing hat mit Frauen und ihre Hunde einen leicht lesbaren und aufwändig gestalteten Bildband zur Geschichte der Darstellung von Hunden und Damen der Upper Class in der Malerei vorgelegt. In zwölf thematisch geordneten Kapiteln bekommt die Leser*in kunsthistorische Einblicke – teilweise in einen soziologischen Kontext eingebettet. Gemälde von Frauen...

Empfindliche Seismografin

Ein Teil der veröffentlichten Beiträge und der Titel des Sammelbands gehen auf das 2014 in München abgehaltene Symposium zum 10. Todestag von Susan Sontag zurück. Die Beschäftigung mit dem Werk der vielseitigen Denkerin verlangt nach verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und dadurch logisch ableitbar nach unterschiedlichen Textsorten (Essay, Elegie, Aphorismen, Interview etc.),...

Bunt wie Papageienfedern

Die farbprächtigen Bilder Frida Kahlos sind oft von ihren geliebten Tierfreundinnen und –freunden bevölkert. Sie waren ihr Gesellschaft und Inspiration. Im Haus in der Casa Azul und im Hof mit einer eigens entworfenen Spielpyramide tummelten sich Affen, Hunde, Katzen, Truthähne, ein Pfau, ein Adler, ein Reh und ein Papagei. Die...

Die Schapire-Schwestern

Die Nationalgalerie Berlin besitzt ein expressionistisches Porträt von Rosa Schapire aus dem Jahr 1920, das sie mit genervtem Gesichtsausdruck zeigt, man meint darin ein „Bist du bald fertig?“ zu lesen. Das richtet sich an den Maler des Bildes, Walter Gramatté, dem Schapire – neben anderen jungen Kunstschaffenden – zu öffentlicher...

Berlin in Bildern

Alltag im zerstörten Berlin nach dem Krieg, Szenen aus Theaterproduktionen von Stein, Brecht u.a., einige Seiten aus der persönlichen Familienchronik von Eva Kemlein – Collagen aus Fotografien, Zeitungsausschnitten, Kommentaren aus Überschriften. Ein kleiner Einblick in ein großes Werk – 300.000 Negative verwaltet das Stadtarchiv Berlin. Bemerkenswert sind Auszüge aus der...

Terroristin der Kunst

Der Ausstellungsbildband „ Ich bin eine Kämpferin – Frauenbilder der Niki de Saint Phalle“ wirkt der bisher vernachlässigten kunsthistorischen Rezeption einer bedeutenden feministischen Künstlerin entgegen. Bekanntheit erlangte Niki de Saint Phalle mit ihren Schießbildern, in denen ihre Kunst, aber auch Symboliken von Männlichkeit, Politik, oder vorherrschenden Frauenbildern mit scharfer Munition...

Schlüpmann liest Schopenhauer

Die Verknüpfung von Filmtheorie, Feminismus und Psychoanalyse ist nichts Neues, doch Schlüpmann erweitert diese interdisziplinäre Diskussion noch einmal um die Ebene der Philosophie und den Begriff der Seele. Seit den 1970er Jahren hat sich die studierte Philosophin der Filmtheorie im Wissenschaftsbetrieb verschrieben. Sie ist auch Mitherausgeberin der deutschen Zeitschrift „Frauen...

Sich der Erfahrung der Depression nähern

Der Körper fährt herunter, und auch die Seele: Sie steht still. Die Depression ist wie ein Winterschlaf. – So beschreibt eine Betroffene ihre Erkrankung. Über ein Jahr hat die deutsche Fotografin Nora Klein für ihr Kunst-Projekt zu Depressionen Kontakt mit erkrankten Menschen gesucht, mit ihnen Gespräche geführt, ihre Portraits angefertigt...