Editorial

Liebe Leser*innen! Urlaubsreif?

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Bücher über Bücher erwarten euch, … eine unserer seitenstärksten Nummern liegt nun in euren Händen. Dazu gleich ein feiner Artikel von E. Geber über eine österreichische, sozialkritische Autorin, die heuer ihren 100. Todestag hat: Marie von Ebner-Eschenbach. Wer sich noch nicht mit ihr beschäftigt hat, ndet im Artikel Hinweise, warum sie auch heute noch unbedingt lesenswert ist.Das Spektrum der rezensierten wissenschaftlichen Beiträge ist vielfältig. Diversität und Inklusion sind dabei wichtige Schlüsselthemen. Kritische Männlichkeitsforschungen werden vorgestellt, die bei einem stärker werdenden europaweiten Rechtspopulismus immer wichtiger werden, um Gegenrezepte zu entwickeln.

Lesenswerte sexualpädagogische Fallstudien von J. Riegler und J. Sparmann unterstützen uns in ihren Forschungen darin, was wir unserem Körper alles ersparen können: Nein sagen gehört jedenfalls nicht nur in der Politik dazu! Bei G. Notz wird der Familismus kritisch unter die Lupe genommen.

Kommen wir zur Belletristik, es ist in „Ab heute heiße ich Margo“ von C. Stephan faszinierend zu lesen, wie zunächst schleichende politische Veränderungen sich nach und nach in ein totalitäres Regime wie das Naziregime verwandeln. Politische Umbrüche beschreiben auch M. Mwangi und S. Bazyar, einmal geht es um Ungarn und Österreich, dann um den Iran und Deutschland, die historischen Konsequenzen sind oft mit menschlichem Leid und Anfeindungen von außen verbunden. Flucht ist ein zeitloses Thema.

Am 31. Mai ist es uns gelungen, die diesjährige Thomas-Mann-Preisträgerin J. Erpenbeck in die Wiener Hauptbücherei einzuladen. Sie las bei der gut besuchten Veranstaltung aus ihrem 2015 erschienenen Tatsachenroman GEHEN, GING, GEGANGEN, der in unserer letzten Ausgabe rezensiert wurde. Wir werden daher zu der aktuellen Ausgabe des WeiberDiwans keine Release-Veranstaltung machen, aber schauen wir nach dem Sommer, was uns im nächsten Halbjahr einfällt.

Wir wünschen einen erholsamen Sommer

Die WeiberDiwan-Redaktion