Kategorie: Bildung

Soziale Arbeit im Faschismus

Irene Messinger wählt die Kollektivbiografie sehr bewusst für ihre Studie, in der sie ihre jahrelange Recherchearbeit zu 80 Fürsorgerinnen-Biografien präsentiert. In klarer Sprache, mit Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels werden die Anfänge der Fürsorge/Sozialen Arbeit, die damals wie heute mehrheitlich Frauenarbeit ist, in dem als Open-Access-Band erhältlichen Werk anschaulich...

Von Elise Richter zu Hertha Firnberg und darüber hinaus

Das hundertjährige Bestehen des Verbands der Akademikerinnen Österreichs (V.A.Ö.) war Anlass, die bewegte Geschichte des Kampfes von Frauen um Schulbildung und Universitätszugang darzustellen – ein Kampf, der noch nicht abgeschlossen ist, betrachtet frau das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Lehrenden in der Akademia (32 % zu 68 % im Jahr...

Fehlende Vielfalt in Kinderbüchern

Lisa Pychlau-Ezli beschreibt in Und raus bist du sehr nüchtern die fehlende positive Darstellung von vielfältigen Identitäten in den deutschsprachigen Kinderbüchern und die damit einhergehenden fehlenden positiven Identifikationsmöglichkeiten von BIPOC (Black People, Indigenous People and People of Colour)-Kindern, FLINTA (Frauen, Lesben, inter*Personen, nicht-binäre Personen, trans und agender Personen)-Kindern, jüdischen Kindern...

Wir brauchen die Menschlichkeit

Im Mittelpunkt der Studie steht die Debatte um verpflichtende Werte- und Orientierungskurse für Geflüchtete, die demokratische Prinzipien sowie Geschlechtergleichstellung vermitteln sollen. Während dies einerseits als notwendige Maßnahme zur sozialen Kohäsion gesehen wird, kritisieren andere, dass die Kurse dazu genutzt werden, kulturelle Differenzen zu betonen und Geflüchtete zu normieren. Die Analyse...

Kein Boss – kein Staat – kein Fleischsalat!

Das Biko als linkspolitischer Bildungsverein mit Sitz in Erfurt/Thüringen will in selbstkritischer Weise linke, emanzipatorische Radikalisierungsprozesse begreifbar machen und lebendig halten. Gleichzeitig soll eine Abgrenzung zu den zu starr, ritualisierten oder gar autoritär gewordenen Protestformen gelingen. Der Klappentext als Plädoyer für Radikalität als Voraussetzung für nachhaltigen sozialen Wandel weist auf...

Subtile Konditionierungen

Mona Chollet beginnt ihr Buch mit der Feststellung, dass Frauen und Männer gesellschaftlich so unterschiedlich erzogen werden, dass eine emotional erfüllende, gleichberechtigte Liebesbeziehung zwischen einer Frau und einem Mann eigentlich von vorne herein unerreichbar sei. Wie das Patriarchat heterosexuelle Beziehungen sabotiert, schildert sie in Heranziehung populärer Medien, wie erfolgreichen Büchern,...

Jüdische und feministische Perspektiven auf Literatur

Die Lektüre von Ruth Klügers ­Aufsätzen zur Literatur ist ein Genuss für alle Leser:innen: ob mit literaturwissenschaftlicher Vorbildung oder ohne; ob mit den besprochenen Werken, die teilweise im Zentrum, teilweise an den Rändern eines germanistischen Kanons angesiedelt sind, vertraut oder nicht. Die Aufsätze, größtenteils in einem akademischen Rahmen veröffentlicht, sind zwischen 1968...

Frauen*, erobert die Wissenschaft!

Mit dem Ziel, ungerechte Machtstrukturen innerhalb der Academia zu zerschlagen, sammelt der Ratgeber von Schriever et al. mutmachende Hilfestellungen für Frauen*, die ihren Platz innerhalb der Wissenschaften einnehmen möchten. Leser*innenfreundlich wechseln Erklärungen mit Übungen und Erfahrungswissen. Kritisch werden Begriffe & Prozesse einer „erfolgreichen Karriere“ hinterfragt: Was kann persönlicher Erfolg sein?...

Kritische Bildungsarbeit im Neoliberalismus

Entlang intersektional-feministischer, migrationspädagogischer und postkolonialer Ansätze, sowie auf Basis von Interviews mit Lehrenden, formuliert Corinna Widhalm Kriterien für selbstermächtigenden Unterricht und stellt dabei Wissenskritik, Selbstreflexion und -kritik und – daraus abgeleitet – (pädagogische) Handlungsper­spektiven ins Zentrum. Unter Bezugnahme auf Bildungsarbeit seitens migrantisch-feministischer Vereine, die bestrebt sind, ein emanzipatorisches Bildungsverständnis zu...

„Liebes Lesens dieses Personendiwans“

Das Buch thematisiert die Wirkungen und Bedeutungen von konventionell maskuliner, genderinclusiver und genderfreier Sprache. Inklusive Sprache umfasst alle möglichen Geschlechts­identitäten, indem sie zuordenbare Begriffe ersetzt oder verändert. Z.B: Ich habe zwei Elter und 4 Tatonkel. Leider hat ein Elter von mir keine Geschwister und ich auch nicht. Meine Nahbeziehungsperson hat...