Schlagwort: Deutschland

Eine westdeutsche Jugend

Judith wächst sehr behütet in einer gehobenen Mittelschichtsfamilie auf. Ihre Jugend wird entlang politischer und gesellschaftlicher Ereignisse in den 1980 Jahren aus westdeutscher Perspektive erzählt: Waldsterben, Bundeskanzler Kohl, drohender Atomkrieg, Tschernobyl, Ostdeutschland, der Mauerfall. Aber auch klassische Coming-of-Age-Themen wie erste Lieben, Freundschaften, Schule, Zukunftsentscheidungen sind Teil dieses sehr autobiografisch wirkenden...

„Pärchen verpisst euch.“ Nicht.

Die Autorin und Lassie Singers Mitbegründerin Almut Klotz erzählt die Geschichte ihrer Liebesbeziehung zu Reverend Christian Dabeler. „Liebe wird oft überbewertet“ sangen die Lassie Singers von 1985-1998. Am Rande erwähnt Klotz ihre Erfahrungen als „Ilona aus Verona“ an der Reeperbahn, ihre Zeit bei den Lassie Singers und der Nachfolgeband Parole...

Alte Frauen wohnen….

In diesem Buch werden 19 Frauen in hohem Alter in ihren Wohnungen und Häusern in Deutschland besucht. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie sich die Lebenssituation von allein lebenden alten Frauen darstellt und wählten dazu das Wohnen als Ausgangspunkt für ihre Interviews und Fotografien. Dabei kann die Vergangenheit –...

Frauen­bewegung, Geschichte, Deutsch

„Ein Grund zu feiern, zu erinnern und Geschichte(n) zu erzählen“ untertitelt der opulent gestaltete Band. Kritisch und informativ reflektieren die Beiträge 150 Jahre Frauen(bewegungs)vereine im heutigen Deutschland. Eingeleitet von Überlegungen zum Bruch, den der Nationalsozialismus für die Selbst-Erinnerung von Frauenbewegungen bedeutet, werden zunächst einige Differenzen zwischen dem Ansatz der „Frauengeschichte“...

Gegen-Geschichte schreiben

Im Jahr 2015 wurde in vielfältiger Weise an das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung Deutschlands vom Faschismus erinnert. Doch die mit diesen Ereignissen eng verbundene Geschichte Schwarzer Deutscher, die aus den Beziehungen zwischen afroamerikanischen Soldaten und deutschen Frauen hervorgegangen ist, findet in der offiziellen Geschichtsschreibung kaum Beachtung. „Kinder...

Neuanfang

Berlin 1945. Die Autorin Hedwig Lohmann – hungrig und krank – macht sich auf den Weg aus der zerstörten Stadt zu einem Kloster, in dem ihre beste Freundin lebt. Sie ist auf der Suche. Auch auf der Suche nach Vergebung, denn sie hat es zugelassen, dass ihre halbjüdische Tochter deportiert...

Kochen und 
erwachsen werden

Elsa flieht aus ihrem Elternhaus, nachdem ihr Vater unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben ist und sie sich daran schuld fühlt. Sie lässt Mutter und Bruder zurück und sucht sich eine Lehrstelle weiter nördlich in Deutschland. Eher zufällig wird sie Köchin und findet Zuflucht im Stress von Restaurantküchen, in Doppelschichten und...

Wir schaffen es vielleicht nicht

Sie könnten eigentlich so glücklich sein: Georg und Isabell, er Anfang 40, sie Mitte 30, ein typisch mittelständisches Paar in einer deutschen Großstadt. Isabell arbeitet als Cellistin in einem Musical-Orchester, Georg schreibt für eine Zeitung, sie leben in einer schönen Altbauwohnung, es fehlt ihnen an nichts. Vor etwa einem Jahr...

Zwischen Ignoranz und Rebellion

Der Debütroman von Verena Boos handelt von der jungen, unbedarften Spanierin Maite, die zwecks Studierens nach München geht. Dort lernt sie Carlos kennen, der sie herzlich in seiner Familie aufnimmt. Carlos Großvater Antonio, der Gemüsehändler, wird für sie ein wichtiger Gesprächspartner, weil er ihr Interesse an Geschichte weckt. Er hat...

„Doitscha“ ist kein „Deutscher“

Schon in ihrem ersten Roman Titos Brille bewies Adriana Altaras messerscharfe Feder. Auch in Doitscha lebt sie mit zwei Söhnen, David und Sammy, und ihrem Mann Georg, dessen Mutter beim BDM war, in Berlin. In Episoden übernehmen neben Altaras auch ihre Familie, die Therapeutin u.a. wichtige Personen in ihrem Umfeld...