Schlagwort: Geschichte

Queeres Leben in den 20er Jahren

Die Mopsa Sternheim Biografie von der vor zwei Jahren verstorbenen Forscherin Ines Rieder entführt einen in die frühen 1920er Jahre. In den Kreisen der damaligen deutschen und französischen DichterInnen, DenkerInnen und politischen WiderstandskämpferInnen wächst Mopsa Sternheim auf. Gemeinsam mit Klaus und Erika Mann, Pamela Wedekind und Annemarie Schwarzenbach lebt sie...

Frauen­bewegung, Geschichte, Deutsch

„Ein Grund zu feiern, zu erinnern und Geschichte(n) zu erzählen“ untertitelt der opulent gestaltete Band. Kritisch und informativ reflektieren die Beiträge 150 Jahre Frauen(bewegungs)vereine im heutigen Deutschland. Eingeleitet von Überlegungen zum Bruch, den der Nationalsozialismus für die Selbst-Erinnerung von Frauenbewegungen bedeutet, werden zunächst einige Differenzen zwischen dem Ansatz der „Frauengeschichte“...

Meistererzählung voller Ausblendung

Wie diese Narration und die damit einhergehenden Ausblendungen durchbrochen werden können und emanzipatorische Interventionen innerhalb der weißen Geschichtsschreibung möglich sein können, beschreibt Claudia Unterweger anhand der Untersuchung der theoretischen Arbeit und der Interventionen der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte. Die Autorin positioniert sich zu Beginn klar als Schwarze Frau* und...

Wenn Geschichten neu geschrieben werden

Aus der Sicht eines Kindes schildert Francesca Sanna die beschwerliche Flucht einer Familie aus einem Kriegsgebiet. Sie findet einfache und dadurch umso eindringlichere Worte, um etwas schwer Erklärbares für Kinder nachvollziehbar werden zu lassen. Worte, die im Gedächtnis bleiben und die Leserin betroffen zurücklassen. Was bedeutet Flucht? Hoffnung, Enttäuschung, Verzweiflung,...

Keine Zeit, noch einen Juden zu retten

Die chilenisch-amerikanische Autorin Marjorie Agosin begibt sich in dieser zweisprachigen Lyriksammlung auf eine Reise in die Vergangenheit, auf eine Reise zu den jüdischen Wurzeln und zum Holocaust, dem ihre aus Wien stammende Großmutter, Helena Broder, 1939 entfliehen konnte. Es ist die Sehnsucht nach „Omama Helena“ und einer nie gekannten, verlorenen...

Über die nicht allzu feine Gesellschaft

Wir schreiben das Jahr 1922. Handverlesene Gäst_innen treffen sich zum Tango-Tanzkurs im Grand Hotel Panhans am Semmering. Durch eine Verkettung von Umständen mitten drin: die pensionierte Lehrerin Ernestine in Begleitung des Apothekers Anton. Ernestine ist neugierig, Ernestine ist unkonventionell und Ernestine ist furchtlos. Bloß eines kann Ernestine nicht: tanzen. Das...

Lebendige Geschichte

 „Töchter einer neuen Zeit“ erstreckt sich von der Zwischen‑ kriegszeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Korn begleitet vier Hamburger Frauen, die um die Jahrhundertwende geboren wurden, den Ersten Weltkrieg miterlebt haben und sich nun ihr eigenes Leben aufbauen wollen – noch nicht ahnend, was die Zukunft für sie bereithält....

Queeres Leben in den 20er Jahren

Die Mopsa Sternheim Biografie von der vor zwei Jahren verstorbenen Forscherin Ines Rieder entführt einen in die frühen 1920er Jahre. In den Kreisen der damaligen deutschen und französischen DichterInnen, DenkerInnen und politischen WiderstandskämpferInnen wächst Mopsa Sternheim auf. Gemeinsam mit Klaus und Erika Mann, Pamela Wedekind und Annemarie Schwarzenbach lebt sie...

Misslungene Weltgeschichte für Mädchen*

Mädchen* brauchen Frauen* in der Geschichtsschreibung! Dieser Umstand hat Kerstin Lücker und Ute Daenschel in einen wechselseitigen Schreibprozess einsteigen lassen, in dem sie eine „Weltgeschichte“ für junge Leserinnen schrieben, die auch die Beiträge von Frauen* inkludiert. Ur- und Frühistorisches stellt den Anfang, wo noch viele Fragen zur Aussagekraft von Quellen...