Kategorie: Kultur/Medien

Alte Frauen wohnen….

In diesem Buch werden 19 Frauen in hohem Alter in ihren Wohnungen und Häusern in Deutschland besucht. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie sich die Lebenssituation von allein lebenden alten Frauen darstellt und wählten dazu das Wohnen als Ausgangspunkt für ihre Interviews und Fotografien. Dabei kann die Vergangenheit –...

Uneingelöst

Eine Kulturgeschichte der Frauenfreundschaft verspricht der Klappentext, und auf über 400 Seiten bieten uns die Autorinnen zwar einen materialreichen Überblick über Frauenfreundschaften quer durch die Jahrhunderte, bleiben den Leser*innen aber allzu viel schuldig. Statt einer theoretisch fundierten Aufarbeitung der dargestellten Freundinnenschaften finden sich unfreiwillig komische Texte, z.B. bei der Beschreibung...

Feminismus als Ware?

Die US-Amerikanerin Andi Zeisler ist Mitbegründerin von Bitch Media, einem feministischen Medienprojekt zu Popkultur. „Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl –  Der Ausverkauf einer politischen Bewegung“ ist nun Zeislers drittes Buch. Und der Name ist Programm. Gnadenlos nimmt sie vermeintlich feministische Stars, Trends und Hollywoodproduktionen unter...

Changing the rules of the game?

Sage und schreibe 39 Beiträge auf 247 Seiten umfasst der Sammelband zu antisexistischen Interventionen im deutschsprachigen Raum. Vielfältige Herangehensweisen kennzeichnen die Texte, die überwiegend, aber nicht ausschließlich aus bundesdeutscher Praxis und Feder stammen. Der Bogen ist extrem weit gespannt. Awareness-Beauftragte und Reflexionsplena in linken Partyräumen werden dargestellt. Künstlerinnen, die subversive...

Olga the Outcast?

Der zweisprachige Band (dt./engl.) ist eine dokumentierende, literarische und fotografische Auseinandersetzung mit Olga Neuwirths Musiktheater „The Outcast“, ein auf Herman Melvilles „Moby Dick“ basierendes Werk, das 2010 in New York entstand und 2012 am Staatstheater Mannheim seine Uraufführung erlebte. Texte von Neuwirth selbst, Elfriede Jelinek, der Fotografin Katherine Jánszky Michaelsen...

Weibliches Werben im Theater

Vor dem Hintergrund der These, dass Theater ein Ort möglicher Überschreitungen gesellschaftlicher Normen ist, untersucht Natalia Fuhry in ihrer Dissertation drei deutsch- und drei englischsprachige Komödien, in denen zentrale Frauenfiguren um ein männliches Liebesobjekt werben. Dabei geht sie von einem „Mythos Frau“ aus, der durch diese Handlungskonstellationen dekonstruiert werden kann....

Und der Oscar geht an….

1929 war das erste Jahr der Oscar-Verleihung, damals noch als Academy Award bekannt. In der Verleihung wurde Janet Gaynor als erste Frau in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ geehrt. Heute kaum vorstellbar – die ganze Verleihung fand in einer Viertelstunde statt. Seither wurden insgesamt 74 Künstlerinnen in dieser Kategorie geehrt. Der...

Schwarze Perspektiven auf die Welt

Nein, kolonial geprägte Anschauungsweisen sind leider nicht passé. Kelly unterstreicht diese Tatsache einmal mehr. Mit ihrem Werk verfolgt sie das Ziel, „neue Prägungen der Wissensformation aufzuzeigen und den akademischen Kanon an Schwarzer Wissens_reproduktionen im deutschen Kontext fortzuführen und anschlussfähig zu machen“. Das mag dem ersten Eindruck nach etwas sperrig wirken....

Vier Mal Sex und Beat

„Dufte Beat Girls“ wurden sie genannt. Die „Heiße Musik der Lumpenpuppen“ stand in den Ankündigungen der Konzerte. Autorin Ilse Jung (Mädchenname Köppen) war Rhythmusgitarristin bei der Duisburger MädchenBEATband The Rag Dolls (1965-1969). Männlich besetze Beatbands beäugten die Mädchen Backstage: „Ihr wollt doch nicht auch Beat spielen?“ Die Mädchen spielten „Yakety...