Kategorie: Kunst

Bunt wie Papageienfedern

Die farbprächtigen Bilder Frida Kahlos sind oft von ihren geliebten Tierfreundinnen und –freunden bevölkert. Sie waren ihr Gesellschaft und Inspiration. Im Haus in der Casa Azul und im Hof mit einer eigens entworfenen Spielpyramide tummelten sich Affen, Hunde, Katzen, Truthähne, ein Pfau, ein Adler, ein Reh und ein Papagei. Die...

Die Schapire-Schwestern

Die Nationalgalerie Berlin besitzt ein expressionistisches Porträt von Rosa Schapire aus dem Jahr 1920, das sie mit genervtem Gesichtsausdruck zeigt, man meint darin ein „Bist du bald fertig?“ zu lesen. Das richtet sich an den Maler des Bildes, Walter Gramatté, dem Schapire – neben anderen jungen Kunstschaffenden – zu öffentlicher...

Berlin in Bildern

Alltag im zerstörten Berlin nach dem Krieg, Szenen aus Theaterproduktionen von Stein, Brecht u.a., einige Seiten aus der persönlichen Familienchronik von Eva Kemlein – Collagen aus Fotografien, Zeitungsausschnitten, Kommentaren aus Überschriften. Ein kleiner Einblick in ein großes Werk – 300.000 Negative verwaltet das Stadtarchiv Berlin. Bemerkenswert sind Auszüge aus der...

Terroristin der Kunst

Der Ausstellungsbildband „ Ich bin eine Kämpferin – Frauenbilder der Niki de Saint Phalle“ wirkt der bisher vernachlässigten kunsthistorischen Rezeption einer bedeutenden feministischen Künstlerin entgegen. Bekanntheit erlangte Niki de Saint Phalle mit ihren Schießbildern, in denen ihre Kunst, aber auch Symboliken von Männlichkeit, Politik, oder vorherrschenden Frauenbildern mit scharfer Munition...

Schlüpmann liest Schopenhauer

Die Verknüpfung von Filmtheorie, Feminismus und Psychoanalyse ist nichts Neues, doch Schlüpmann erweitert diese interdisziplinäre Diskussion noch einmal um die Ebene der Philosophie und den Begriff der Seele. Seit den 1970er Jahren hat sich die studierte Philosophin der Filmtheorie im Wissenschaftsbetrieb verschrieben. Sie ist auch Mitherausgeberin der deutschen Zeitschrift „Frauen...

Sich der Erfahrung der Depression nähern

Der Körper fährt herunter, und auch die Seele: Sie steht still. Die Depression ist wie ein Winterschlaf. – So beschreibt eine Betroffene ihre Erkrankung. Über ein Jahr hat die deutsche Fotografin Nora Klein für ihr Kunst-Projekt zu Depressionen Kontakt mit erkrankten Menschen gesucht, mit ihnen Gespräche geführt, ihre Portraits angefertigt...

Abschied von Mama und Papa

Die amerikanische Fotojournalistin Nancy Borowick dokumentiert – weder an Dysfunktionellem noch an Tragischem orientiert – die letzten Lebensjahre, die medizinischen Behandlungen und das Sterben ihrer tumorkranken Eltern innerhalb kurzer Zeit. Das Buch ist eine Liebeserklärung an ihre Eltern und gleichzeitig eine Dokumentation der symbiotischen Liebe ihrer Eltern zueinander. Borowick gestaltet...

Fragile Körperprojektionen

In diesem schmalen Fotoband, der aus 29 Duotonabbildungen im 18,5×24,5 cm Format besteht, dokumentiert die Fotografin die sensible Thematik der Essstörungen. Es werden Körper als Projektionsflächen für menschliche Träume und Erwartungen gezeigt, und unser Kampf angedeutet, der durch diese Dynamik entsteht. Die Fotografien beziehen sich in ihrer Motivik teilweise sehr...

Zögern und Einsamkeit

Monika Macdonald dokumentiert in ihrer Fotografie Verletzlichkeiten, die nur in kurzen Momenten aufscheinen. Der Fotoband, der im Format 22x28cm aus zweiundvierzig Farbabbildungen besteht, ist Frauen gewidmet, die sich auf einer einsamen Suche nach Zugehörigkeit befinden. Macdonald versteht ihre Arbeiten als psychologische, intime Reflexion. Körperlichkeit in einer gewissen Erotik der Sehnsucht...

Durch Holzaugen betrachtet

In mehreren Reihen, wie still abwartende Zuschauer_innen, sitzen Holzpuppen mit beweglichen Gliedern. Die kleinste nur einen Daumen breit, die größte überlebensgroß. Die älteste aus dem beginnenden 16. Jahrhundert, die jüngste aus 1930. Sie richten ihre hölzernen Blicke auf eine Figur in der Mitte des Raums. Manche von ihnen sitzen oder...