Verschlagwortet: queer

Formen des Queeren in der DDR-Literatur

DDR-Literatur wird im deutschsprachigen Literaturkanon bislang nur wenig Bedeutung zugemessen, noch weniger ihrem Potenzial für eine queere Lesart. Dieser doppelten Leerstelle widmet sich der Sammelband mit einer Zusammenstellung von Beiträgen, die sich DDR-Literatur, ihren Autor*innen und Werken aus einer queer-materialistischen Perspektive nähern. Der Band erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern...

Brüchiges wird durchlässig für Neues

Wie können starre, kapitalistisch-patriarchal geprägte Stadtstrukturen durchbrochen werden, um Raum für alternative Lebensentwürfe und Begegnungen zu schaffen? Wie werden Institutionen wie Theater und Museen durchlässiger für die Belange migrantischer und diasporischer Gemeinschaften? Wie kann das Teilen öffentlicher Räume neu verhandelt werden in einer Zeit, die von extremen Positionierungen, Spaltung, Konflikten...

Queere Holocaustgeschichte erzählen

„Zeugnis geben ist immer ein sozialer Akt (…)“, also ein Akt, der nicht außerhalb historischer Kontextualisierung, normativer Denkmuster und somit auch heteronormativer Geschlechterkonzeptionen gesehen werden kann. Die Tatsache, dass bis zu vorliegender Forschung wenig über queere Opfer des Holocaust bzw. queere Praktiken bekannt war, erklärt die Autorin einerseits durch die...

Menschlichkeit gesucht!

Die Erwartungshaltung ist hoch, wenn frau in Zeiten, wo der Rechtsruck weltweit massiv ist, von einem neuen Szeneroman hört, der diesem entgegenwirken möchte. Elsa Koesters Roman weist aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Nana nach, dass es aktuell nicht darum gehen kann, schwarz-weiß zu malen, sondern dass wir die Komplexität politischer...

Vom Rand in die Zukunft

Wir befinden uns in einer nahen Zukunft, in einem Ausschnitt Europas, bestehend aus einer Stadt und dem umliegenden Wald. Wirtschaftliche und ökologische Krisen haben zu massivem sozialem Ausschluss geführt: Der Staat hat Menschen mit alternativen Lebensweisen aus der Stadt vertrieben, bleiben darf nur, wer als Sexarbeiter:in den Schutz von hochrangingen...

Ein Weg zum „kollektiven Wir“?

Tanja Vogler begibt sich unter anderem mittels der Untersuchung queerer Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Analyse deutschsprachiger Bewegungsmedien und vermittels problemzentrierter Interviews mit Aktivist*innen auf die Suche nach einem „kollektiven queeren Wir“. Sie gibt einen Überblick über die verschiedenen queer-feministischen Debatten zum Thema Identitätspolitik und wirft gleichzeitig...

Es tut sich was in der HipHop Szene!

Während sexistische Raps und Attitudes viel zu lange Standard waren (bzw. viel zu oft noch immer sind) und cis-männliche, heteronormative Künstler in diesem Bereich die fragwürdige Norm darstell(t)en, ergreifen seit geraumer Zeit immer mehr Künstler:innen das Mic, die sich anders definieren. Dabei geht es nicht nur um Geschlecht oder sexuelle...

Es tut sich was in der HipHop Szene!

Während sexistische Raps und Attitudes viel zu lange Standard waren (bzw. viel zu oft noch immer sind) und cis-männliche, heteronormative Künstler in diesem Bereich die fragwürdige Norm darstell(t)en, ergreifen seit geraumer Zeit immer mehr Künstler:innen das Mic, die sich anders definieren. Dabei geht es nicht nur um Geschlecht oder sexuelle...

Theater­*!

Aber Renate, du als Frau, das geht doch nicht!“ (S. 62). Damit gemeint war Regie führen am Schauspiel Frankfurt Anfang der 1970er Jahre, erzählt die Autorin Renate Klett im Gespräch mit Eike Wittrock im kürzlich erschienen Band Theater­ im queeren Alltag und Aktivismus der 1970er und 1980er Jahre. Klett kündigte...

So muss man sich das vorstellen!

Auch in Kaśka Brylas zweitem Roman ist wahre Freundschaft bestimmend. Saša erhält auf seinem Campingplatz mysteriösen Besuch von Martin, einem Polizisten. Irgendetwas aus der Vergangenheit verbindet die beiden auf eine auffällig unangenehme Art und Weise. Zumindest das spürt Saša. Zwanzig Jahre zuvor: Iga, die punkige 16-jährige Skaterin, verliebt sich in...