Der Preis des Geldes

In Bunny war böse erzählt Lilli Loge davon, wie viel Geld eine Freundinnenschaft verändert. Bea, Chantal und Zoe sind von ihrem Charakter her ganz unterschiedlich, verbringen aber ihre Mittagspause im Einkaufszentrum, wo alle drei arbeiten, immer gemeinsam. Was wie der Plot einer Hollywood-RomCom sein könnte, entwickelt sich zu einer kapitalismuskritischen Geschichte über Beziehungen: Bea, die unscheinbarste der drei Freundinnen, gewinnt fünf Millionen Euro im Lotto. Und dieser Gewinn hat Auswirkungen auf die drei Kolleginnen. Lilli Loge zeigt in ihrer Graphic Novel eine Charakterstudie der drei Hauptfiguren und gibt satirische Einblicke in eine absurde Welt von Lottogewinner*innen. Die Graphic Novel ist schwarz-weiß illustriert und kommt auf manchen Seiten ganz ohne Dialoge aus. Dort fokussiert Loge auf die Emotionen von Bea, Chantal und Zoe und reiht ein Gesicht an das nächste. Bunny war böse ist ein beschwingtes und zynisches Buch für zwischendurch, das Beas Zukunft am Ende offenlässt.
pepe

Lilli Loge: Bunny war böse. 228 Seiten, Avant Verlag, Berlin 2026 EUR 29,90