Wer selber macht, bestimmt mit!

Kann ich eine eigene Spielidee entwickeln? Wie kann ich digitale Medien nutzen, um meine Meinung oder mein Wissen zu teilen? Welche Möglichkeiten gibt es, um Gleichgesinnte zu mobilisieren? Was brauche ich, um einen eigenen Stop-Motion Film zu drehen? Wie kann ich meine Privatsphäre im Internet schützen? Wer sich diese Fragen schon einmal gestellt hat, wird in dieser Sammlung von Do it yourself Anleitungen mit Sicherheit fündig. Zusätzlich werden die Leser*innen darüber informiert, wie viele Personen an einem Projekt beteiligt sein sollten, wieviel Zeitaufwand zu erwarten ist und ob bzw. auch welche Kosten damit verbunden sind. Einen Einblick in die Arbeit von Frauen, die sich mit den im Buch behandelten Themen auf professioneller Ebene auseinandersetzen, geben inspirierende Interviews. In kurzen Inputs wird unter anderem erklärt, was mit unserem Elektroschrott passiert und was unter Open Source verstanden wird. Hack’s selbst beschränkt sich also nicht nur auf reine Anleitungen, sondern richtet die Aufmerksamkeit der Leser*innen auch auf die Zusammenhänge zwischen Mediennutzung und Gesellschaft. Und was hat das alles mit Hacken zu tun? Das erklären die Herausgeber*innen gleich zu Beginn, Hacken bedeutet eingreifen und verbessern, also schlicht, vorhandene Mittel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Quasi ein Baustein zum selbstbestimmten Handeln. baw

Hack’s selbst. Digitales Do it yourself für Mädchen. Hg. von Chris Köver, Daniela Burger und Sonja Eismann. 144 Seiten, Beltz & Gelberg, Weinheim – Basel 2015 EUR 17,50

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