Durst

Wir befinden uns wohl 100 Jahre in der Zukunft. Die Erde ist durch den Klimawandel völlig verändert, große ehemalige Landmassen liegen unter dem Meer, die übrigen Gebiete leiden unter heißen Temperaturen und Wassermangel – auch das Gebiet des heutigen Finnlands. Nach jahrzehntelangen Kriegen und Chaos herrscht eine Art globaler Militärdiktatur. Wasser ist das begehrteste Gut, wer den Zugang zu Wasser kontrolliert, hat alle Macht. Das alles erfahren wir nach und nach im Laufe des Buches. Durch die eindringliche Schilderung des Alltages hat eine spätestens ab Seite 20 einen trockenen Mund und großes Verlangen nach einem Glas Wasser. Die Ich-Erzählerin Noria ist die Tochter eines Teemeisters und einer Wissenschaftlerin. Sie möchte in die Fußstapfen ihres Vaters und dessen Vorfahren treten und die Durchführung der rituellen Teezeremonien übernehmen. Mit der Funktion der Teemeisterin übernimmt sie schließlich auch die Verantwortung über ein Geheimnis, das in ihrer Familie seit Generationen weitergegeben wird und das ihr Leben zwar vordergründig angenehmer und privilegiert, aber vor allem sehr gefährlich macht. Die Frage, wem sie noch trauen kann, ob sie ihrer besten Freundin Sanja noch vertrauen kann, wird bestimmend, denn gemeinsam sind sie einer riesigen Verschwörung auf der Spur. Ein Buch, das unter die Haut geht! ESt

Emmi Itäranta: Der Geschmack von Wasser. Roman. Übersetzt von Anu Stohner. 338 Seiten, dtv, München 2014 EUR 15,40

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