Fesselndes Island

Die isländische Krimispezialistin Yrsa Sigurðardóttir hat einmal mehr ihre landschaftlich atemberaubende Heimat zum Schauplatz eines ebenso raffinierten wie mystisch-düsteren Krimis gemacht. Während die Polizistin Nina neben ihren beruflichen Problemen um ihren Mann trauert, der nach einem Selbstmordversuch nur mehr von Maschinen am Leben gehalten wird, kehrt eine Familie nach einem Haustausch-Urlaub aus Amerika in das winterliche Reykjavík zurück und stößt auf mysteriöse Zustände in ihrem Zuhause. Der beklemmendste Schauplatz ist allerdings die Klaustrophobie erzeugende Felsnadel mitten im stürmischen Ozean, auf der gerade einmal ein Leuchtturm Platz findet. Hier sitzen vier Personen gemeinsam fest und es dauert nicht lange, bis Misstrauen und Angst um sich greifen, nachdem einer von ihnen plötzlich verschwindet.
Die drei Handlungsstränge existieren zunächst sowohl zeitlich als auch örtlich getrennt, versprechen aber am Ende unausweichlich zu einem großen Ganzen zu verschmelzen, das jede Menge Überraschungen zu bieten hat. Die Spannung steigt dabei beinahe ins Unermessliche und lässt eine das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Karin Steinheimer
Yrsa Sigurðardóttir: Nebelmord. Kriminalroman. Aus dem Isländischen von Tina Flecken. 400 Seiten, Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 2014EUR 10,30

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