Verschlagwortet: Aufwachsen
Mit gleichzeitig zarten und gewaltvollen Worten beschreibt Lilli Tollkien in ihrem Roman Mit beiden Händen in den Himmel stützen das Aufwachsen von Lale in einer Berliner Männerkommune, in der Freiheit und Vernachlässigung dicht nebeneinander existieren. Beide Eltern konsumieren, die Mutter jedoch so viel, dass sie sich nicht um das Kind...
Die Schuldlosen erzählt vom Aufwachsen der Geschwister Iris und Relja im kroatisch-bosnischen Grenzgebiet nach den Balkankriegen. Zwischen zerstörten Dörfern, gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit sowie jugendlichem Verlangen und Zuneigung suchen sie ihren Platz und ein eigenes Leben. Es ist vor allem Iris Blick, dem gefolgt wird, und Iris Körper, dessen Verletzlichkeit zu spüren...
Uppercut erzählt von einer jungen Frau, die in Wien lebt und auf ihre Kindheit im Belgrader Bezirk Dorćol in den 1990er-Jahren im Schatten des Krieges zurückblickt. Immer wieder aufkommende Flashbacks katapultieren sie in frühe Erinnerungen voller alltäglicher Gewalt auf den Straßen und in den Häusern Dorćols, familiärer Konflikte, Freundschaft, Sex...
Das Romandebüt Zu wenig vom Guten nimmt uns mit in eine ungarische Familie in der Schweiz, die versucht, dort ihren Platz zu finden. Die Ich-Erzählerin ist die jüngere von zwei Schwestern, die sich im Laufe der Zeit immer mehr voneinander entfremden. Der Opa ist bis zu seinem Tod eine wichtige...
Lore wächst in den 1990er Jahren auf dem Land auf. Nur ihre Brüder dürfen dem Großvater helfen, der die Großmutter mit Schweigen bestraft, wenn der Tisch nicht richtig gedeckt ist oder wenn er das Chaos sieht, wenn Lore mit der Großmutter Höhlen unter dem Esstisch baut. Auch alle Geschichten vom...
„Mein Körper entgeht mir, er geht aus mir. Wenn ich ihn nicht festhalte, flieht er mir. Mein Körper ist ein Fluchtkörper, eine flüchtige organische Verbindung, ein Stoff, der keine Räume einnimmt, sondern sich in ihnen verliert, in ihnen verloren ist“. (S. 147) Maë wächst in der Simmeringer Arbeiter*innenschicht mit Wurzeln...
Dian ist in Bayern aufgewachsen, isst am liebsten Kartoffeln und fühlt sich deutsch – und wird trotzdem ständig daran erinnert, nicht richtig dazuzugehören. Bereits in Kindheit und früher Jugend musste sie schmerzhaft erfahren, was es heißt, mit Alltagsrassismus konfrontiert zu sein. Ihr asiatisches Aussehen veranlasst ihre Mitschüler:innen, Lehrer:innen, Bekannten und...
Eine junge Frau spaziert durch das kalte, regnerische Hamburg, bis ihr Blick an Souvenirgegenständen aus Muscheln hängen bleibt. Die Muscheln erinnern sie an die polnische Küste, den Zufluchtsort in ihrer Kindheit. Die Frau geht weiter durch Hamburgs Straßen und erinnert sich an Polen, ihre Eltern, die tiefreligiöse Oma, die unbequemen...
Birgit Weyhe erzählt – teils autobiografisch – vom Aufwachsen eines weißen Mädchens mit ihrer Mama in Uganda, Kenia, den Seychellen und Europa und von ihrer Rückkehr nach Afrika als junge Erwachsene mit ihrem Freund für eine Reise durch Tansania. Ihre Bilder aus der Kindheit sind ganz nahe am kindlichen Verständnis...