Schwarze power Queers und ihr Alltag

Wir befinden uns in Berlin, dabei verfolgen wir das Leben der Protagonistin Tue Milow, welche die Sängerin einer Berliner Indie-Band ist. Sie ist schwarz und queer. So wie ihr bester Freund und viele andere die von der fiktiven Insel Biskaya kommen und aufs deutsche Festland gezogen sind. Auf Biskaya ist alles anders, angefangen von Familienzusammensetzungen, sie hatte zwei Väter und eine Mutter, bis zu wie man sich einander vorstellt und dabei das benutzte Pronomen erwähnt. Tue hat mit vielem zu kämpfen in Berlin, ihrer Band, ihren MitbewohnerInnen, ihrer Wohnsituation und alltägigen Situationen. Parallel dazu verfolgen wir auch das Leben von Dwayne. Er kommt auch von Biskaya und überlebt irgendwie in der Berliner Welt zwischen Bewerbungen für ein Fotografie-Studium und alltäglichen Diskriminierungen im Job und auf den Straßen. Schwarzrund schafft es mit Biskaya eine Welt so fern und fantastisch, jedoch so nah und greifbar zu kreieren. Als schwarze queere Person ist es wirklich stärkend, so einen kritischen und dennoch lustigen Roman zu lesen. Feministisch, anti-rassistisch, humorvoll. Ein Must-Read für alle, um einen kleinen Einblick in das Leben und die Schwierigkeiten anderer zu erhalten. Mirabella Dziruni

SchwarzRund: Biskaya. Afropolitaner Berlin-Roman. 273 Seiten, Zaglossus, Wien 2016 EUR 14,95

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 − dreizehn =