Bombe an Bord

In dem Jugendroman der niederländischen Autorin Mirjam Mous geht es um eine Klassenfahrt der Klasse 8c. Allerdings kommt der Reisebus mit den SchülerInnen nicht weit, denn schon kurz nach der Abfahrt erhalten die SchülerInnen anonyme Nachrichten, die dazu führen, dass sie sich eine im Bus verstaute DVD anschauen. Auf dieser DVD ist eine weitere anonyme Botschaft, dass sich im Bus eine Bombe befindet, die hochgehen wird, sollte jemand die Türen öffnen. Hauptprotagonist und Sympathieträger ist der autistische Außenseiter Valentin Aafjes, der von seinen MitschülerInnen für arrogant gehalten wird und selbst aber kaum etwas unternimmt, um dieses Vorurteil zu entkräften. Parallel zu der in der Gegenwart spielenden Haupthandlung im Bus werden Nebenhandlungen als Rückblicke kapitelweise eingebunden. Dadurch werden die Geschichten und Erfahrungen einzelner SchülerInnen und LehrerInnen näher beschrieben, was zu einem besseren Verständnis der Haupthandlung führt. Im Buch werden Themen wie Rassismus und Mobbing, aber auch familiäre Probleme und Freundschaft behandelt, allerdings nicht auf eine zu gefühlvolle Art, sondern eher neutral und mit Raum für Interpretation. Ich persönlich fand das Buch relativ fesselnd. Ich denke, die Spannung wird vor allem durch die Rückblicke gegeben, wodurch die Leserin Schlüsse ziehen kann, die sich aber dann vielleicht doch als falsch erweisen.

Miriam Burkert (16)

Mirjam Mous: Last Exit – Das Spiel fängt gerade erst an. Aus dem Niederl. von Verena Kiefer. 272 Seiten, Arena Verlag, Würzburg 2017 EUR 13,40 ab 12 J.

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