Es leben die 1990er Jahre

Birgit Utz vereint in ihrer Fortsetzung von „Smalltown Blues“ die richtige Mischung aus Liebe, Verwirrungen, Family-Troubles und politischem Aktivismus. Wir schreiben Anfang der 1990er Jahre – eine Zeit, da frau noch auf den Anruf der Geliebten wartete und noch nicht über Facebook und Co deren Aktivitäten nachverfolgen konnte. Mel ist aus der Provinz in Hamburg angekommen und versucht sich als Bühnenbildnerin. Sie lebt in einer WG und hat seit drei Jahren eine Beziehung mit Mona. Als Sammy, Sängerin einer Riot-Girl Band und Literaturstudentin in die WG einzieht, ist plötzlich alles anders. Mel fühlt sich zu Sam hingezogen, ist sich nicht mehr sicher, ob die Assistentinnen-Jobs am Theater das richtige sind und gerät in Panik, als Mona ihr vorschlägt zusammen zu ziehen. Es geht um die Definition von Liebe, um Eifersucht, um Träume, die verwirklicht werden wollen, um Familienbeziehungen und Freund*schaften. Lebendig und authentisch lässt Utz ihre Protagonistinnen zu Wort kommen. Frisch erzählte, kurzweilige Lektüre. Verena Fabris 

Birgit Utz: Alles ist anders. 312 Seiten, Krug & Schadenberg, Berlin 2016 EUR 17,40

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