Ich grenze an dich wie Zelle an Zelle

Im Zentrum dieses Romans steht eine Stammzellenforscherin, die an einem Institut in Wien arbeitet. Sie liebt ihren Beruf, liebt es als Retterin der Zellen missglückte Zellversuche anderer Forscher wieder rückgängig zu machen. Doch abseits dieser Leidenschaft steht der Mensch mit der Summe seiner Zellen und Gefühle, deren Vorgänge nicht rückgängig zu machen sind. Da gibt es ihren Freund Erik, der sie sehr liebt, aber ihre Leidenschaft für die Zellen und den Wald nicht teilt. Ihre japanische Assistentin Naomi, die lieber forschen will als heiraten. Eine alte Dame, die im Institut zu wohnen scheint, und nun zwei junge Flüchtlinge bei sich versteckt. Und ihre erste große Liebe Leo, an den sie immer noch denken muss …

Liebe und Hass, Vertrauen und Betrug sind die herrschenden Themen in Elisabeth Reicharts neuem Roman „Frühstück bei Fortuna“. Sensibel zeichnet die Autorin das Bild von Menschen, die auf ihren Eigenheiten bestehen aber dafür auch die Kosten tragen müssen. Ein Roman, der uns über die Komplexität menschlicher Beziehungen nachdenken lässt. Miriam Nocker

Elisabeth Reichart: Frühstück bei Fortuna. 220 Seiten, Otto Müller Verlag, Salzburg/Wien 2016 EUR 19,00

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