Kategorie: Aktuelle Ausgabe
Villa ist Filmemacherin. Villa ist auch Tochter, Enkelin, Mutter, Freundin – und Alkoholikerin. Das Buch kreist um die Veröffentlichung ihres ersten Dokumentarfilms, dem Porträt von Dimmi, der im selben Viertel Reykjavíks aufgewachsen ist wie Villa – schwer süchtig, kriminell und doch verbindet ihn etwas mit ihr. Sie baut ihren Film...
Megan Nolans Roman erzählt uns die Geschichte einer irischen Familie, die aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft von Waterford nach London zieht. Carmel, die schwanger geworden ist, zieht sich in sich selbst zurück und stößt ihr Kind ab. Ihr Bruder und Vater versinken in Lethargie und Alkoholismus, während die Mutter als Einzige...
„Es gibt spezielle Beeren im Schilf der Langen Lacke im Seewinkel. Sie blühen und tragen Früchte zugleich und wenn man die isst, kann man Psychosen bekommen.“ So sieht Nature Writing bei Stefanie Frank aus. Ihre autobiografische Erzählung Immer wenn ich mit Jesus chille ist eines der beeindruckendsten Selbstbildnisse, die die...
„Die Rekonstruktion von Körpern ist eine Möglichkeit, das Patriarchat herauszufordern, das die Körper von Frauen zensiert, kontrolliert und ihnen oft gleichgültig gegenübersteht. Für mich war es wichtig, nicht so sehr ein persönliches Porträt zu schaffen, sondern ein kollektives – pulsierend und lebendig.“ So beschreibt die Wissenschaftlerin und Poetin Jegana Dschabbarowa...
Beeindruckend an diesem Roman der jungen Schriftstellerin Helene Bukowski ist nicht nur die Thematik, sondern auch die exzeptionelle Erzählweise. Anhand von hinterlassenen Dokumenten rekonstruiert die Erzählerin das kurze, aber intensive Leben von Christina: Vom Vater in der DDR als musikalisches Wunderkind aufgezogen, geht sie von der Berliner Spezialschule ans Moskauer...
Aus der Sicht eines Schulmädchens schildert Else Feldmann den Alltag im proletarischen Milieu in Wien Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Alltag ist geprägt von allgemeiner Armut und persönlicher Trauer. So ist etwa die Schwester schwer krank und stirbt schließlich. Für die Protagonistin ein schwerer Verlust, da die Beziehung zur Schwester...
In ihrem vermutlich kurz vor dem 1. Weltkrieg entstandenen Roman beschreibt Else Feldmann das Leben im proletarischen Wien. Parteilich steht die – selbst in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene – Autorin und aktive Sozialistin an der Seite jener, die gesellschaftlich und politisch an den Rand gedrängt werden: Fabriksarbeiterinnen, deren Kinder oder Waisen...
Rebekka organisiert ein Treffen mit ihren ehemaligen Schulkolleginnen. Die Matura am Eisenstädter Theresianum liegt mehr als 20 Jahre zurück. Damals waren die Schülerinnen die letzte Mädchenklasse des Gymnasiums. Danach schlugen die Frauen unterschiedliche Wege ein: Claudia ist zum Beispiel Winzerin, Karin Hausfrau, Verena Bloggerin, Rita hat Depressio-nen oder Helene ist...
Mit gleichzeitig zarten und gewaltvollen Worten beschreibt Lilli Tollkien in ihrem Roman Mit beiden Händen in den Himmel stützen das Aufwachsen von Lale in einer Berliner Männerkommune, in der Freiheit und Vernachlässigung dicht nebeneinander existieren. Beide Eltern konsumieren, die Mutter jedoch so viel, dass sie sich nicht um das Kind...
Aaron St. Charles ist eine Tochter aus gutem Hause. Sie lebt Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer Familie auf dem Anwesen „Temple Alice“ in Irland. Es gibt Pferde und Hunde, Jagdgesellschaften, Gouvernanten, Köchinnen, Knechte und jede Menge Geheimnisse und Lügen. Die oberste Familiendoktrin verlangt, den Schein zu wahren. Auch dann...