Kategorie: Wissenschaft & Sachbuch

Frauen in „Star Trek“

„Pretty in Space“ ist Nicole Kubitzas überarbeitete Dissertation, mit der sie an der Universität Hamburg im Fachbereich Geschichte ihren Doktor*innen-Titel erworben hat. Die interdisziplinäre Arbeit bewegt sich anhand einer geschichtswissenschaftlichen Fragestellung an den Schnittpunkten der Medienwissenschaft und Geschlechterforschung. Das mag zuerst trocken klingen, doch spätestens der Analyseteil, in dem Kubitza...

Mad Men and Women

In der Reihe „booklet“ gibt der diaphanes Verlag einem beliebten Format der Popkultur Raum: den Fernsehserien, deren Bedeutung in mancher Deutung bereits die des Kinos übertrifft. Und tatsächlich machen sie süchtig und werden auch als moderne Epen bezeichnet. Serien wie „Seinfeld“, „Breaking Bad“, „Sex and the City“ und viele andere...

Starkes Material

Der Sammelband „fiber_feminismus“ feiert 24 Ausgaben der Zeitschrift „fiber. werkstoff für feminismus und popkultur“, die seit 2002 in Wien erscheint. Im Zine-Style bebildert durch Collagen, Comics und Bastelanleitungen, sind hier Artikel aus den bisherigen Ausgaben zusammengestellt. Unterteilt ist das Buch nach den Schlagworten der Zeitschrift: fiber, feminismus und popkultur. Dazu...

Realitätsgerechte Sprache

Dieses Buch erklärt das Einfache und Naheliegende so eindringlich wie witzig, denn die hier veröffentlichten Leserinnen-Briefe haben das Zeug zu einem Kabarett-Programm: „Für wie maßlos dumm halten Sie denn Ihre Leserinnen und Leser, dass Sie meinen, aus Gründen der leichteren Konsumierbarkeit auf eine realitätsgerechte Darstellung der Wirklichkeit verzichten zu müssen?“...

Gefängnistexte

Mit Beharrlichkeit verfolgte Emmy Hennings den Themenkomplex Schuld und Strafe. Die Schriftstellerin, Kabarettistin und Mitbegründerin des Cabaret Voltaire war 1914 in einem Gefängnis inhaftiert gewesen. Ihr erster Roman, 1919 erschienen, trägt den sinnigen Titel „Gefängnis“. Die von Christa Baumberger und Nicola Behrmann herausgegebene kommentierte Studienausgabe vereint diesen ersten mit den...

Diskriminierungsschutz und Verteilungsfragen

Der Sammelband vereint Beiträge zum rechtlichen Genderverständnis. Rössl stellt fest, dass es große Unterschiede zwischen heteronormativen und gleichgeschlechtlichen formalisierten Beziehungen in der Gesetzgebung gibt. Der Gesetzgeber favorisiert klassische Mutterschaftsrollen, eine autonome Lebensgestaltung ist für Mütter nicht vorgesehen. Neuwirth konstatiert, dass die Initiativen der Väterbewegung zu einer Retraditionalisierung der Rollenverteilung führten....

Psychologische Karriereanalysen

Mittlerweile vielfach untersuchte Fragen nach Hintergründen und Lösungsmöglichkeiten von vertikal und horizontal segregierten Arbeitsmärkten werden in diesem Buch aus strikt sozialpsychologischer Perspektive beleuchtet. Ausführlich werden US-amerikanische Forschungen über Geschlechterstereotype, ihre Entstehung, Wirkung und Veränderlichkeit einigermaßen universalistisch dargestellt, soziale Rollen und Hierarchien hinsichtlich ihres Beitrags dazu berücksichtigt, um zu erklären, wie...

Die Krise und die Frauen

Sylvia Walby legt mit diesem Buch eine wertvolle Informationsfülle zur Verbindung von „der“ Krise und den Frauen vor. Sie gibt mit dem Buch Einblick in inter/nationale Finanztransaktionen der letzten Jahrzehnte. Einschnitte im öffentlichen Dienst (und in der Privatwirtschaft) treffen Frauen als Angestellte in besonderer Weise. Deutlich und verständlich nachvollziehbar zu...

Räuberische Formationen

In diesem schönen Buch (trotz klitzekleiner Fehler in den makroökonomischen Grafiken) geht die Soziologin Saskia Sassen der Frage nach, ob die realen Entwicklungen der Ökonomie immer noch mit der gleichen Logik zu bewerten sind, wie es für die Jahrzehnte der Nachkriegszeit und deren Konjunkturzyklen galt. In einem langen Einstiegskapitel führt...

Feministische Ökonomie für unterwegs

Die Chefredakteurin der Schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ legt in „Machonomics“ eine äußerst kurzweilige Kompilation der Themen vor, die die gegenwärtige feministische Ökonomie beschäftigen. Charmant und vor allem leicht verständlich spottet Marçal über die Absurditäten mikro- und makroökonomischer Paradigmen wie das (vermeintliche) rationale ökonomische Individuum, den homo oeconomicus, bzw. den ökonomischen Mann...