Schlagwort: Sammelband

Körperkultur und Wissenschaft

„Wie denken wir Körper?“ – So fragt Band 6 der Reihe mdw Gender Wissen von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die Herausgeberinnen Andrea Ellmeier, Doris Ingrisch und Claudia Walkensteiner-Preschl versammeln unter dem Titel „Körper/Denken“ sieben Aufsätze und stellen diesen eine Einleitung voran. Die Frage, der das Buch...

Diskriminierungsschutz und Verteilungsfragen

Der Sammelband vereint Beiträge zum rechtlichen Genderverständnis. Rössl stellt fest, dass es große Unterschiede zwischen heteronormativen und gleichgeschlechtlichen formalisierten Beziehungen in der Gesetzgebung gibt. Der Gesetzgeber favorisiert klassische Mutterschaftsrollen, eine autonome Lebensgestaltung ist für Mütter nicht vorgesehen. Neuwirth konstatiert, dass die Initiativen der Väterbewegung zu einer Retraditionalisierung der Rollenverteilung führten....

Männlicher Krieg? Weiblicher Friede?

Der Sammelband „Männer.Frauen.Krieg“ basiert auf einer gleichnamigen Tagung der Volkshochschule Osnabrück, welche Anfang 2015 durchgeführt wurde. Die verschiedenen Beiträge werfen Schlaglichter auf die Frage, welche Rolle das Geschlecht in Krieg und Frieden spielt(e). Der Beitrag von Christoph Rass bietet einen historischen Überblick und zeigt, dass Frauen durch alle Jahrhunderte in...

Diversität politisch gedacht

Dieser Sammelband beinhaltet viele Antworten für all jene, die berechtigte Sorgen haben, dass Diversität ein profitorientiertes, antifeministisches Konzept sei, das in entpolitisierter Weise aus den USA nach Europa importiert worden sei: So wird in den 13 pointierten, knapp 20-seitigen Texten bekannter Diversitätsforschender im deutschspachigen Raum die häufig fehlende Kategorie „soziale...

Der größte gemeinsame Nenner

Doris Guth und Alexander Fleischmann bieten in dieser Kompilation kluge Aktualisierungen entlang von Kunst, Theorie und Aktivismus – im Überschneidungsbereich des Neuen und Radikalen. Jens Kastner lotet Trennendes und Verbindendes aus und gruppiert jene künstlerischen Positionen, die an einer Überwindung dieser Grenzen arbeiten. Nanna Heidenreich fragt: „Wer oder was ist...

Diversität eines Medienspektakels 

Wie kaum ein anderes Ereignis der Populärkultur polarisiert der Eurovision Song Contest jedes Jahr auf ein Neues. Initiiert 1956, um das junge Medium Fernsehen mit einer Musikshow attraktiv zu gestalten, kann der Wettbewerb als Spiegel gesellschaftspolitischer und kultureller Veränderungen herhalten. Diesem Unterfangen widmet sich der Sammelband, der von MedienwissenschaftlerInnen der...

Ein neues Kapitel des Gedenkens 

Viel zu lange war der Gedenkdiskurs über Homosexuelle und transgender Opfer des Nationalsozialismus ein Kampf um Anerkennung als Opfergruppe. Dieser Sammelband hingegen thematisiert jedoch den Übergang von vergessenen Opfergruppen hin zu einer (Rand)Gruppe der NS-Erinnerungskultur Europas. Gedenkpolitik ist ein Begriff mit vielen Facetten, der an der Schnittstelle von Geschichte, Kunst,...

Können Hochschulen verändert werden?! 

Die Autorinnen dieses Sammelbandes greifen die Debatte rund um Gender Mainstreaming und Hochschulen auf. Sie untersuchen in einem aus bundesdeutschen Mitteln finanzierten Forschungsprojekt 13 Hochschulen als Fallstudien, die bereits aktiv im Bereich der Integration von Gleichstellung sind. Das methodische Vorgehen war vielfältig: Es wurden Dokumente der Hochschulen analysiert und qualitative...

Geschlecht gestalten?  

Dieser Sammelband, der aus der gleichnamigen Fachtagung entstanden ist, verdeutlicht aus interdisziplinärer Perspektive das Spannungsverhältnis verschiedener Dimensionen, in dem sich die gendersensible Gestaltung von Human-Computer-Interaction (HCI), Usability und User Experience (UX) befindet, und greift gleich in der Einleitung eine zentrale Frage auf: Wie kann in Technikgestaltung Geschlecht einbezogen werden, ohne...

„Colonialism only has one line—destroy“ 

Kolonialismus und Versklavung sind die Kehrseite eines weißen Humanismus, so die Einleitung zu dem englischsprachigen Sammelband, der sich in vier Abschnitten den erkenntnistheoretischen Auswirkungen postkolonialer, dekolonialer und Schwarzer Kritik auf das gesellschaftspolitische, kulturelle und philosophische Erbe der Moderne widmet. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei titelgebenden Ansätze zeichnet Walter Mignolo...