Morde auf der Traumastation

Der neue Fall der Kommissarin Beatrix Kaspary spielt in der psychiatrischen Klinik in Salzburg auf der Traumastation. Zuerst wird ein junger Arzt umgebracht, aber das ist nur der Beginn. Zunehmend kristallisiert sich eine Patientin als zentral heraus, die nach jahrzehntelangem Martyrium in einem Keller (hier war wohl der Fall F. in Amstetten die Vorlage) nicht mehr spricht – zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Kommissarin Kaspary bemüht sich darum, einen Draht zu ihr herzustellen, begibt sich dazu in Tarottherapiestunden und Bildinterpretationen. Alleinerzieherin Kaspary hat nicht nur mit der schwierigen Kommunikation mit den PatientInnen zu kämpfen, sondern auch mit ihrem Ex-Mann, der ihr eine Sorgerechtsklage auf den Hals hetzt. Wie schon im letzten Band absehbar, entwickelt sich die Beziehung mit ihrem Kollegen Florin weiter.

Der Handlungsaufbau ist wie auch in Poznanski letzten Krimis sehr spannend. Die nicht allzu große Schar der Menschen auf der Traumastation wird zwar zusehend dezimiert, aber das wer und warum erschließen sich erst am Schluss. Grandioser Thriller wie frau es von ihren letzten Büchern gewohnt ist. gam
Ursula Poznanski: Stimmen. Thriller. 448 Seiten, Wunderlich/Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015 EUR 15,40

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