Verschollen im Urlaubsparadies

Die ehemalige Polizistin und Privatdetektivin Jasmin Meyer kann sich gemeinsam mit ihren zwei Brüdern freuen: Aufgrund des Todes des Großvaters wird ihnen sein Haus in Zürich vererbt. Hört sich toll an, die Sache hat nur einen Haken: Der Vater ist seit vielen Jahren in Thailand verschollen, ist aber immer noch nicht offiziell für tot erklärt worden, da seine Leiche nie gefunden werden konnte. Obwohl der Vater schon während ihrer frühen Kindheit nach Thailand abgehauen war, beschließt Jasmin, gemeinsam mit ihrem Freund Pal Palushi nach seinen Spuren zu suchen. Dort angekommen, wird schnell klar, dass ihr Vater kein Unbekannter war und sich mit allerlei Betrügereien das Leben finanzierte. Doch nicht nur die beiden scheinen an ihrem Vater ein Interesse zu haben, denn sie werden von Anfang an verfolgt und in lebensgefährliche Situationen gebracht. Halb auf der Flucht wird ihre Lage immer verworrener, und trauen können die beiden schon lange niemandem mehr. Zu allem Überfluss erhärtet sich noch der Verdacht, dass ihr Vater pädophile Neigungen auslebte.

Die Schweizer Autorin beschreibt in ihrem dritten Kriminalroman der Meyer-Palushi Reihe auf sehr spannende Weise eine Reise durch Thailand, wobei sie es schafft, sehr viel über dortige Kultur und Lebensweisen zu transportieren ohne dabei die Reflexion des westlichen Blicks zu verlieren. Eine Leseempfehlung an alle Thailand-Reisenden und sonstigen Urlauberinnen, die gerne einem überraschenden Ende entgegenfiebern und eine perfekte Urlaubslektüre suchen! Petra Wächter

Petra Ivanov: Täuschung. 357 Seiten, Unionsverlag, Zürich 2016 EUR 29,90

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