Das gibts ja nicht!

Sarah geht es eigentlich sehr gut, denn sie ist frisch verliebt, ihre Praxis als Psychiaterin läuft bestens und die Beziehungen zu ihren Familienmitgliedern sind harmonisch. Doch dann beginnen die merkwürdigen Ereignisse: Ihre nicht gehfähige Schwester, die sie jedes Wochenende aus dem Heim zu sich holt, wird unerklärlicherweise erst nach längerer Suche im Therapieraum wiedergefunden und kommt aus unerfindlichen Gründen mit blauen Flecken dann wieder ins Heim zurück. Sarah stürzt zu Hause von der Treppe und kämpft seitdem mit Sehstörungen, Müdigkeit und Vergesslichkeit. „Alles klassische Stresssymptome“ sagt ihr Umfeld, doch sie fühlt sich überhaupt nicht gestresst, und außerdem verhalten sich ihr Freund und ihr Sohn auch ähnlich merkwürdig. Ihr Ex-Mann vermittelt ihr einen ehemaligen Patienten, der unter starkem Verfolgungswahn leidet und sie vor dem Bösen beschützen möchte und dabei viele Grenzübertritte verantwortet. Da sich die seltsamen Begebenheiten weiter häufen, beschließt sie, analytisch den Sachen auf den Grund zu gehen. Als dann gleichzeitig ihr Sohn und ihre Schwester verschwinden, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und eine traurige Wahrheit kommt zum Vorschein.

Das Debut als Duo gelingt den Autorinnen Mitra Devi und Petra Ivanov hervorragend. Gewohnt spannend schaffen sie es die Geschichte aufzubauen und überraschen mit einem nicht erwarteten Ende. Leseempfehlung!

Petra Wächter

Mitra Devi, Petra Ivanov: Schockfrost. 318 Seiten, Unionsverlag, Zürich 2017 EUR 19,60

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