Haus der Sprache

„in meiner stimme kristallisiert die erste sprache und memoriert die chiffren der erinnerung“. Lange – und langsame – Transite: Landschaften werden zu Gedichten, Gedichte werden zu Landschaften. Menschen und Dinge ermöglichen oder verhindern Worte, die ihrerseits die Menschen, die Dinge, die Orte erst ermöglichen – oder verhindern. Manchmal sind die Gedichte stumm und taub oder sie sind winzig wie „kinderzeichnungen“ und können „nie den ozean erfassen“. Manchmal sind sie Jahre verschlingende „lebenesser“.

Maja Haderlaps Gedichte erzählen Geschichten, Geschichten vom Fortgehen und Ankommen, vom Vertrautsein und Fremdsein, von der Suche nach Zugehörigkeit, Heimat, Identität. Sie erzählen auch und vor allem von der Suche nach Verortung in einer identitätsstiftenden Sprache. Christa Brauner

Maja Haderlap: langer transit. Gedichte. 88 Seiten, Wallstein Verlag, Göttingen 2014 EUR 20,50

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