Kategorie: Geschichte

Geschichte des Frauenwahlrechts

Frauen als Mangelwesen dachte sich Aristoteles im 4. Jh. vor Chr. und viele weitere prominente Männer stimmten freudig ein. So konnten sich die Bevormundung und Rechtlosigkeit der Frauen bis ins 20. Jahrhundert halten. Christine de Pizan ist eine der ersten Vordenkerinnen, die ihr Unbehagen analysiert und 1405 in ihrem Buch...

100 Jahre Frauenwahlrecht – ein Grund zum Feiern?

Der Sammelband zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Österreich versammelt Texte von 12 Autorinnen, die sich aus historisch/politikwissenschaftlicher, literarischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive mit dem Thema Frauenwahlrecht auseinandersetzen. Die Gemeinsamkeit dieser äußerst unterschiedlichen Texte liegt darin, dass sie das Frauenwahlrecht als Teil des fortdauernden Kampfs der Frauen um ihre Rechte und...

„Aufenthalt“ im Wehrmachtsbordell

Das Buch handelt von der noch kaum aufgearbeiteten Thematik der für die Wehrmachtssoldaten errichteten Bordelle. Über zahlreiche amtliche Berichte rekonstruiert Anne S. Respondek die Lebensgeschichte der in Posen lebenden Maria K. Sie ging einem bürgerlichen Beruf nach, wurde nach einigen kleinen Eigentumsdelikten inhaftiert und später von den Wehrmachtsbehörden als Prostituierte...

Lebenssorge als Widerstandspraxis

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht Maria Etzer, die im Nationalsozialismus zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, weil ihr vorgeworfen wurde, dass sie einen verbotenen Umgang mit französischen Zwangsarbeitern gepflegt habe. Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Wissenschaft nach 1945 blendete Fälle aus, die als „Geschlechtsverkehrverbrechen“ bezeichnet wurden. Wesentlich an der...

Eine Pionierin der Gleichbehandlung

Mehr als 27 Jahre lang war Ingrid Nikolay-Leitner die erste Anwältin für Gleichbehandlungsfragen in Österreich. Zu ihrem Pensionsantritt im April 2018 wurde sie mit einer Festschrift geehrt. Rund 40 Beiträge unterschiedlichster Persönlichkeiten, darunter einige ehemalige Ministerinnen, gewähren persönliche Einblicke in die Zusammenarbeit mit Ingrid Nikolay-Leitner und berichten über die herausragende...

Das Geschlecht der Menschenrechte

Diskussionen zu Geschichte und Bedeutung von Menschenrechten erfreuen sich aktuell beträchtlicher wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Wie in vielen anderen Bereichen findet die Kategorie Geschlecht allerdings zu wenig Beachtung. Dieser Geschlechterblindheit der Historiografie stellt sich der vorliegende Sammelband entgegen. Welche Rolle spielten Menschenrechte in Auseinandersetzungen um die Rechte von Frauen? Wann und wo...

Die völkisch wertvolle Ehe

Die deutsche Mutter, Blutsgemeinschaft, bewusste Gattenwahl, erbgesunder Nachwuchs – ein Vokabular, das Albträume verursacht. Die Beziehungen zwischen Männern und Frauen im Nationalsozialismus werden in den Beiträgen des Bandes untersucht. Originalmaterialien wie unter anderem Auszüge aus Feldpostbriefen, Tagebucheinträge, Fotografien, Propagandaschriften sowie die Analyse der vom Reichspropagandaministerium in Auftrag gegebenen Kinofilme führen...

Progressive Perspektiven aus der Vergangenheit

Ausgehend von den Texten der feministischen Autorin Alexandra Kollontai (1872-1952) beschäftigt sich „Utopie und Feminismus“ mit den politischen Dimensionen von Körper, Liebe und Sexualität und analysiert die Geschlechter- und Familienpolitik der Revolutionärin für die Gegenwart. Beim Lesen der Texte von Alexandra Kollontai ist gar nicht vorstellbar, dass Homosexualität und deren...

Feministinnen schreiben Geschichte

Wiener Feministinnen der 1970er Jahre haben neuerlich ein Buch zur eigenen Geschichte an den Anfängen dieser Phase der Frauenbewegung vorgelegt, das vier von ihnen herausgegeben haben. Der umfangreiche Band verwebt thematisch geordnet Texte von 25 zumeist namentlich angeführten Protagonistinnen, in denen sie aus heutiger Perspektive über diese Zeit erzählen, weiters...

Revolte in den Einbauküchen!

Nach Ansicht der Autorin wurde bisher das magische 68er Jahr in der westdeutschen Gesellschaft zu sehr an männlichen Ikonen visualisiert und mystifiziert. Ausgehend vom Schauplatz der Universitätsstadt Bonn nimmt sie Audioarchivmaterial aus diesem Intervall unter die Lupe. Ihre Hypothese ist, dass die zentralen Inhalte der Neuen Frauenbewegung, die ihren Ausgang...