Der Popofisch und die Kraft der Freundschaft
Das Buch Popofisch bringt Kinder schon mit seinem Titel zum Lachen. Spätestens als der kleine Fisch beginnt, mit dem Mund Pupsgeräusche nachzuahmen, gibt es kein Halten mehr. Auch bei den anderen Meeresbewohnern kommt sein Talent gut an – zunächst genießt er die Rolle des Witzboldes. Doch schon bald merkt er, dass er sich damit nicht mehr wohlfühlt, und begibt sich auf eine Reise durch eine farbenfrohe, lebendige Unterwasserwelt. Unterwegs begegnet er vielen ungewöhnlichen Kreaturen. Besonders der Käsefisch fällt ihm auf, den er zunächst als ‚hässlich‘ empfindet. Ausgerechnet der Popofisch, der selbst oft nach seinem Äußeren beurteilt wurde, verfällt nun diesem Muster. Doch im Laufe der Zeit lernen sich die beiden kennen, erleben gemeinsam spannende Abenteuer und entwickeln eine enge Freundschaft. Dabei erkennt der Popofisch, dass gerade im Anderssein eine besondere Schönheit liegt. Am Ende wird er noch darauf aufmerksam gemacht, dass ein Po eigentlich wie ein Herz aussieht – eine Botschaft, die unterstreicht: Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Daniela Verdel
(Ab 4 J.)
Pauline Pinson: Popofisch. Illustriert von Magali le Huche. Aus dem Franz. von Marie Gamillscheg. 32 Seiten, Leykam Verlag, Graz 2026, EUR 18,50
