Schlagwort: Frauen

„Die Sache mit dem Kopftuch“

Kohlenberger, Heyne, Rengs und Buber-Ennser behandeln in Band 10 der Schriftenreihe Migration & Integration das Thema sozialer Inklusion von Geflüchteten aus Afghanistan und Syrien. Sie nähern sich dem Gegenstand aus einer intersektionalen Perspektive mit Fokus auf Frauen: die Chancen der geflüchteten Frau in Österreich in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, normativen...

Erkundungen weiblicher Lust

Unter weiblicher Ejakulation wird heute weitgehend das Spritzen einer in der weiblichen Prostata bzw. den Paraurethraldrüsen gebildeten Flüssigkeit, die aber kein Urin ist, aus der Harnröhre verstanden, und zwar im Kontext des Orgasmus der Frau. Während das Verspritzen weiblicher Körperflüssigkeiten beim Sex und/oder beim Orgasmus in altchinesischen und altindischen Schriften...

Sei viele!

In elf Essays erforscht die Literatin Antje Rávik Strubel in poetischer und doch zugänglicher Sprache eigene Erlebnisse, berühmte Autorinnen, literarische Figuren, Elche oder Landschaften. Das Buch zusammenzufassen fällt schwer, ob der vielen unterschiedlichen Themen, die sie in den Essays anschneidet. Jedoch ziehen sich die Themen Gender und Homosexualität wie ein...

Wut tut gut – Anleitung zum Wütendsein

„In unserer Gesellschaft gibt es keinen Platz für die Wut von Frauen. Außer Sie zahlen 150 Euro und gehen in einen geschlossenen Raum dafür.“ Mit diesen beiden Sätzen bringt die Autorin das bestehende weibliche Wut-Tabu auf den Punkt. Sehr viel mehr Frauen als Männer nützen bezahlte ‚Wuträume‘, um ihrer Wut...

Schmerzhafte Verbindung

„Zu behaupten, ich hätte mich niemals über das Leid meiner Mutter gefreut, wäre eine glatte Lüge“. So beginnt Bitterer Zucker von Avni Doshi. Das Erstlingswerk der Autorin widmet sich auf schonungslose Art einer schwierigen Mutter-Tochter Beziehung: Antara ist verheiratet, Mitte 30 und Künstlerin. Ihre Mutter Tara hat eine bewegte Vergangenheit...

Eine nüchterne Anklage

Regina Dürig beschreibt in ihrer Novelle, deren Texte wie Gedichte anmuten, emot­ionale sowie physische Übergriffe, die die Protagonistin erlebt. Diese verteilen sich über ihr Leben, vom toxisch maskulinen Verhalten ihres Vaters in ihrer Kindheit über sexuelle Missbräuche in ihrer Jugend bis hin zu Mansplaining und Belästigungen, die sie als erwachsene...

Poesiekränzchen

Simone Hirth süßt ihren Kaffee ein Jahr lang mit Poesie, führt ein Jahr Buch über ihre ambivalente Beziehung zur Poesie. Die personifizierte Poesie ist sprunghaft und unberechenbar, nichtsdestotrotz führt sie eine tiefe Freundinnenschaft mit der Autorin. Dabei stellt die Bücherei einen Rückzugsort dar, auch wenn sie in Corona-Zeiten nicht immer...

Mit Seil und Pickel für ökonomische Unabhängigkeit

Die Autorin Gugglberger ist Professorin am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes-Kepler-Universität Linz und forscht über die Geschichte des Frauenalpinismus. Die weiblichen Aktivitäten wurden im Bergsport lange Zeit ausgegrenzt oder abgewertet. Gugglberger veranschaulicht die Grenzen im Aufstieg entlang politischer, sozialer und ethischer Aspekte. Sie untersucht Handlungsspielräume, Geschlechterverhältnisse, Netzwerke...

Wie geschlechtergerecht ist die Medizin?

Gendermedizin ist ein sehr junges Kapitel in der Geschichte der Medizin und beschäftigt sich damit, wie das biologische und psychosoziale Geschlecht auf Diagnostik, Behandlung und Prävention Einfluss hat. Dieses Buch bringt für medizinische Laien und am Thema Interessierte einen kurzen Überblick und zeigt auf, wie männerzentriert die Medizin in Forschung...

Liebe in Zeiten abgeklärter Sehnsucht

Widersprüchlich wie ihre Zeit sind die Frauenfiguren in Mary Millers lakonisch und dicht erzählten Geschichten aus den heutigen USA. Sie suchen nach Liebe und misstrauen ihr doch zutiefst, sie spielen die bestmögliche Version ihrer selbst und fürchten, jederzeit als nicht genügend entlarvt zu werden – dabei sind ihnen die Männer,...