Schlagwort: Kunst

Empfindliche Seismografin

Ein Teil der veröffentlichten Beiträge und der Titel des Sammelbands gehen auf das 2014 in München abgehaltene Symposium zum 10. Todestag von Susan Sontag zurück. Die Beschäftigung mit dem Werk der vielseitigen Denkerin verlangt nach verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und dadurch logisch ableitbar nach unterschiedlichen Textsorten (Essay, Elegie, Aphorismen, Interview etc.),...

Dekoloniale Träume aber eine koloniale Realität

Anti*colonial Fantasies/ Decolonial Strategies ist ein küns-tlerisches Projekt, welches darauf abzielt, koloniale Kontinuitäten im wissenschaftlichen Bereich zu kritisieren und sich dagegen zu wehren. Eine Gruppe BPOC Studierender und Lehrender der Bildenden Künste und Künstler_innen in Wien nahm 2016 an einer Austellung in Wien teil, welche von Workshops begleitet wurde und...

Wie homophob ist Deutschland?

Die Deutsche Antidiskriminie-rungsstelle des Bundes hat das Jahr 2017 zum „Themenjahr für sexuelle Vielfalt“ erklärt und aus diesem Anlass eine Studie zur Einstellung gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen in Auftrag gegeben. Im Oktober und November 2016 wurden mehr als 2.000 bevölkerungsrepräsentative Telefoninterviews geführt. Große Zustimmung bei den Befragten fanden...

Die abwesende Frau

Die Enkelin beschwört das immer abwesende Du ihrer Großmutter und erzählt hierdurch ihre Geschichte. In Auszügen wird so das Leben einer Frau von den 1930ern bis 2008 im frankophonen Kanada nachgezeichnet. Eine Frau, die sich der Künstler_innenbewegung der Automatisten anschließt, Lyrik schreibt, Malerin ist, heiratet, Kinder kriegt und diese verlässt....

Kampfkunst

Gunda Wendt beschreibt eine Zeit, die längst vergangen ist und dennoch in vielen Dingen an die Gegenwart erinnert. Beispielsweise die Kausalität von Lebensgestaltungsspielraum und Geschlecht. So wie heute gab es auch vor 100 Jahren (und vermutlich schon immer) Frauen, die trotz einschränkender Rahmenbedingungen gegen Konventionen agierten und gesellschaftlich vorgezeichnete Wege...

Erinnerst du dich?

In einer behutsamen, langsamen Sprache reihen sich die melancholischen Gedanken der Autorin aneinander. Es sind kurze poetische Episoden aus ihrem Alltag. Es sind einfühlsame, kontemplative Beschreibungen zwischen Berlin und New York vor allem der 1990er Jahre, die präzise und minutiös vor dem inneren Auge der Leserin entstehen: Erinnerungen! Dabei stehen...

Biografie als Selbstaussage

Nach dem Erfolg mit dem beeindruckenden Buch „Drei starke Frauen“ hat Marie NDiaye nun ein neues Werk vorgelegt: „Die Chefin. Roman einer Köchin“. Diesmal widmet sie sich einer einzelnen Frau, wieder einer Persönlichkeit, die sich nicht einfach einpasst in gesellschaftliche Erwartungen, die Risiken aufnimmt und ungefällig an ihren Zielen festhält....

„Kriegerin, Spirituelle und Jammertante“

Soweit die persönliche Selbstzuschreibung der provokanten, berühmten Performancekünstlerin Abramovic. Schonungslos geht sie in ihrer Autobiografie ins Gericht mit sich selbst und ihrer Familie. Einzelkind in einer unglücklichen Ehe im “Tito”-Jugoslawien, beide Eltern waren zuvor serbische PartisanInnen im Zweiten Weltkrieg. Sie wächst nach der Trennung der Eltern bei der überaus strengen...

Zwei Freundinnen in Portugal

Lino und Marie kennen sich schon lange. Beide sind Künstlerinnen, die lange gemeinsam in Hamburg mit ihren Männern und FreundInnen lebten, arbeiteten und sich politisch engagierten. Lino zog jedoch zurück nach Feital, einem kleinen Bergdorf in Portugal, dem Ort ihrer Kindheit. Viele Jahre später besucht Marie sie. Lino lebt in...

kaffee und kuchen verachten

Marie Rotkopf zerlegt obszön und direkt diese ganzen schönen Figuren, auf die Mann sich in der Kunstwelt geeinigt hat, Simone de Beauvoir, Christoph Schlingensief, Werner Herzog, Bourdieu, Foucault, Derrida, Baudrillard, Duchamp – mit einem Schlag ist Mann sich nicht mehr sicher, auf wieviel Halbwissen Mann selbst zurückgreift bei vielen dieser...