Kategorie: Kultur/Medien

Que(e)rulantischer Punk-Feminismus

Ein buntes wildes Potpourri von über 30 Künstler*innen und Aktivist*innen, die durch differente Ausdrucksweisen eine mitreißende Retrospektive von den (Un)-Möglichkeiten und Grenzen von Queer-Feminismus im Punk geschaffen haben. Die Klappbroschüre enthält Zeichnungen, Comics, (theoretische) Textbeiträge, Kurzgeschichten und Interviews, die zum Querlesen anregen. Ein Sammelband der ganz besonderen Art: Gedruckt auf...

Dekoloniale Träume aber eine koloniale Realität

Anti*colonial Fantasies/ Decolonial Strategies ist ein küns-tlerisches Projekt, welches darauf abzielt, koloniale Kontinuitäten im wissenschaftlichen Bereich zu kritisieren und sich dagegen zu wehren. Eine Gruppe BPOC Studierender und Lehrender der Bildenden Künste und Künstler_innen in Wien nahm 2016 an einer Austellung in Wien teil, welche von Workshops begleitet wurde und...

Pussy Riot in Deutschland

Patricia Goletz beschäftigt sich mit der medialen Berichterstattung zur Verurteilung der feministischen Pussy Riot Aktivist_innen aufgrund ihrer Punk Performance in einer Orthodoxen Kirche in Moskau 2012. Deutsche Medien hatten in ihrem Interesse einen Wertekrieg zwischen westlichen liberalen und russischen konservativen Kräften abzubilden, tendenziös und einseitig berichtet und dadurch das Russlandbild...

Unsere rothaarigen Verwandten im Wald 

Signe Preuschoft hat ihr Leben als Forscherin und Tierschützerin ganz der Arbeit mit Orang-Utans gewidmet. In ihrem Buch schildert sie eindringlich die Zusammenhänge vom Bestehen großer, von Menschen unbeeinträchtigter Urwaldflächen und dem Leben der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen. Sie hat Affen-Waisenkinder in eigens errichteten „Schulen“ in Borneo großgezogen und innige...

Raunächte – Zeit zum Kochen und Lesen

Isabella Farkasch brachte im Vorjahr mit ihrem „Koch-Lesebuch“ nach einer Märchensammlung für Erwachsene das zweite Buch zum Thema Raunächte heraus. Im vorliegenden Band werden die Raunächte rund um Weihnachten jeweils in kurzer Form beschrieben und ihre Rituale und Bräuche aus verschiedenen Regionen, vor allem ländlichen Gebieten, dargestellt. Dazu gibt es...

Alte Frauen wohnen….

In diesem Buch werden 19 Frauen in hohem Alter in ihren Wohnungen und Häusern in Deutschland besucht. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie sich die Lebenssituation von allein lebenden alten Frauen darstellt und wählten dazu das Wohnen als Ausgangspunkt für ihre Interviews und Fotografien. Dabei kann die Vergangenheit –...

Uneingelöst

Eine Kulturgeschichte der Frauenfreundschaft verspricht der Klappentext, und auf über 400 Seiten bieten uns die Autorinnen zwar einen materialreichen Überblick über Frauenfreundschaften quer durch die Jahrhunderte, bleiben den Leser*innen aber allzu viel schuldig. Statt einer theoretisch fundierten Aufarbeitung der dargestellten Freundinnenschaften finden sich unfreiwillig komische Texte, z.B. bei der Beschreibung...

Feminismus als Ware?

Die US-Amerikanerin Andi Zeisler ist Mitbegründerin von Bitch Media, einem feministischen Medienprojekt zu Popkultur. „Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl –  Der Ausverkauf einer politischen Bewegung“ ist nun Zeislers drittes Buch. Und der Name ist Programm. Gnadenlos nimmt sie vermeintlich feministische Stars, Trends und Hollywoodproduktionen unter...

Changing the rules of the game?

Sage und schreibe 39 Beiträge auf 247 Seiten umfasst der Sammelband zu antisexistischen Interventionen im deutschsprachigen Raum. Vielfältige Herangehensweisen kennzeichnen die Texte, die überwiegend, aber nicht ausschließlich aus bundesdeutscher Praxis und Feder stammen. Der Bogen ist extrem weit gespannt. Awareness-Beauftragte und Reflexionsplena in linken Partyräumen werden dargestellt. Künstlerinnen, die subversive...

Olga the Outcast?

Der zweisprachige Band (dt./engl.) ist eine dokumentierende, literarische und fotografische Auseinandersetzung mit Olga Neuwirths Musiktheater „The Outcast“, ein auf Herman Melvilles „Moby Dick“ basierendes Werk, das 2010 in New York entstand und 2012 am Staatstheater Mannheim seine Uraufführung erlebte. Texte von Neuwirth selbst, Elfriede Jelinek, der Fotografin Katherine Jánszky Michaelsen...