Schlagwort: Alter

Der lange Weg zum Älterwerden

Die Autorin erzählt über ihre körperliche Entwicklung, Erfahrungen, Einsichten, Gedanken und Gefühle auf dem Weg vom Mädchen zur älteren Frau. Ihre Streifzüge mäandern in den 24 Abschnitten vom kleinen Kind bis zur ersten Blutung, der laufenden Veränderung des Körpers bis zu den Wechseljahren und der „Menopause“, die keine Pause ist,...

Alt und arm

Altersarmut ist weiblich! Dies ist einer der Schlüsse aus dem Forschungsprojekt „Prekärer Ruhestand“ an der Universität München. Irene Götz und ihr Team haben 50 Frauen zwischen 63 und 85 Jahren aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen über einen längeren Zeitraum hinweg interviewt und durch den Alltag begleitet. Im ersten Teil...

Dynamischen Schrittes zu neuen Chancen

„Das Problem beim Älterwerden ist gar nicht, dass man alt wird, sondern dass man jung bleibt.“ Dieses Zitat bildet den Hintergrund der Interviews und spiegelt sich sowohl im Vorwort als auch im Prolog und in den Interviews der Autorin wider. Sie beschreibt ausführlich den demografischen Wandel mit der Veränderung der...

Dreifache Abwertung

Die sorgfältig aufgebaute und gut lesbare Studie, die aus der Dissertation der Autorin hervorgegangen ist, nutzt in flexibler Weise das Konzept der Intersektionalität. Mithilfe von zwölf Interviews nähert sie sich der Frage an, wie die Kategorien Alter, Leben in der DDR bzw. Ostdeutschland, und Geschlecht die Selbstpositionierung älterer Frauen aus...

Von alten Frauen und geheimen Welten

Am Ende des Buches erwähnt Atwood in ihrer Danksagung, dass Erzählungen zwar fiktiv sind, aber Märchen und Wunder heraufbeschwören. Und so ist es auch. Gleich von der ersten Erzählung an tauchen die LeserInnen ein in eine Welt mit mystischen Anklängen, umrahmt von einem außergewöhnlich starken Eissturm, der gerade über die...

Abgründe im Ruhrpott

Elisabeth ist 46, lebt in Berlin und arbeitet seit Abschluss ihres Studiums in einem Schreibbüro. Nach dem Tod des Vaters und Auszug der Kinder lebt ihre inzwischen 84-jährige Mutter alleine in dem nun viel zu großen Einfamilienhaus in der deprimierenden Siedlung im Ruhrgebiet. Elisabeth fährt als brave Tochter alle paar...

Krankheit

War es die Absicht der Autorin, das Leiden des Protagonisten erfahrbar zu machen? Es ist kein Mitleid, das einem ange-sichts des Schicksals dieses Pflegefalls ergreift. Der ehemalige Kinderarzt ist ein Ekel für seine ihn pflegende Ehefrau. Seine Paranoia, seine Depression und sein Selbstmitleid treiben ihn immer tiefer in Wahnvorstellungen. Er...

Es ist nie zu spät

Es ist die Geschichte einer späten Emanzipation einer 84-Jährigen. Drei Handlungen fügen sich zu einem Leben. Quendulin, die Erbin einer Papierfabrikantenvilla, wohnt mit Thea, die 15 Jahre jünger ist, zusammen. Quendulins verschollener Sohn wird in der Stadt gesichtet. Theas dominante Reaktion löst in Quendulin ein ihr wohlbekanntes Gefühl aus. Immer...

Die Begleitung eines Demenzkranken

Tagebücher zu Gedanken der Tochter über einen Zeitabschnitt im Leben des „Herrn Vattern”. Gezeigt wird das langsame Wahrnehmen der leichten Altersdefizite bis zur fortschreitenden Demenz des Betroffenen aus der Sicht der hauptsächlichen Pflege- und Bezugsfigur, der Tochter. Dabei fallen die immer stärker werdende Überforderung und deren Symptome der Tochter auf,...

Gegenwart? Vergangenheit?

Der Autorin gelingt es, mit der von ihr prägnant eingesetzten Sprache in wenigen Worten viel auszudrücken. Die Ereignisse und Personen sind dermaßen lebendig geschildert, dass man sich als Leserin immer in das Geschehen miteinbezogen fühlt. Ähnlich wie in einem Film beleuchtet sie verschiedene Situationen kurz, die sie abrupt, wie bei...