Schlagwort: Kindheit

Getauft mit dem Wasser des Lebens

Im Mittelpunkt des Romans steht das behütete Aufwachsen von Marie in den 60er Jahren der BRD. Aus der Kindheitsperspektive erzählt, besteht das Werk aus einer ineinander verflochtenen Sammlung von Alltagsgeschichten: Marie beim gemeinsamen Baden mit ihren drei Schwestern, am Mittagstisch mit der Familie, Marie auf dem Schulweg und beim Zahnarzt....

Märchenhaft – schrill – atemlos

Das literarische Debut von Helena Adler ist unfassbar, beinahe unbeschreiblich großartig. Wie ein postmodernes Märchen bricht die Geschichte der rotzfrechen Infantin über die Leserin herein und lässt das kleine Mädchen durch kreative Wortschöpfungen, leb- und bildhafte Sprache auferstehen. Mal will man die Protagonistin an die Hand nehmen, dann wieder voller...

Eine unsichtbare Insel – ein Niemandsland!

Travniceks neuer Roman ist ein modernes Großstadtmärchen. Es geht um Straßenkinder, deren Angehörige sie an Menschenhändler verkauft haben, weil sie sich selbst in einer desolaten prekären Lebenssituation befinden. Feenstaub ist die Droge, die die Kinder brauchen, um ihr hartes Los zu ertragen, um fliegen zu können. Sie arbeiten als Taschendiebe...

Eine surreale Dorfgeschichte

Die alte allein lebende Hitschke ist verzweifelt, weil ihr Hund Power verschwunden ist. Sie hatte ihn nur kurz beim Edeka-Laden angebunden, um einkaufen zu gehen und dann war er weg. Die elfjährige Kerze verspricht ihr, sich auf die Suche nach ihm zu machen, recherchiert zunächst vor Ort, streunt dann über...

Ein endloser Sommer

Es ist Sommer, es sind Ferien und keiner ist da, mit dem man spielen könnte. In der kleinen Welt zwischen Wohnblocks und verbotenen Spielplätzen, dort, wo die Industriestadt Linz noch etwas von der Natur übrig gelassen hat, wartet eine Siebenjährige darauf, endlich in einen VW-Bus zu steigen, samt ihren älteren...

Aufwachsen im Zweiten Weltkrieg

„Dieda“ ist der neue Name, unter dem Ursel nun gerufen wird. Ihr Vater, ein Wiener Arzt, hat sie mit seiner neuen Frau und deren Familie aufs Land geschickt, in Sicherheit vor den Bomben, die auf Wien abgeworfen wurden. Ursel vermisst alle – ihre kürzlich verstorbene Mutter, ihren Vater, ihre Großeltern....

Seelenmord und Fremdplatzierung

Anhand von zwei biografischen Schicksalen bereitet Lisbeth Herger das Thema gewalttätiger Übergriffe in schweizerischen Kinderheimen auf und zeichnet anhand dieser konkreten Erfahrungen die daraus entstandenen typischen Folgen für die beiden Betroffenen in ihrem Erwachsenenleben nach. Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Versagensängste und Lebenskrisen durchlaufen deren persönliche Geschichte und haben sich in ihre...

Merkwürdige Begegnungen

Über das bisherige Leben der 1974 in Niederösterreich geborenen Schauspielerin Ursula Strauss ist in ihrer Autobiografie in drei großen Kapiteln zu lesen: Vom „Glückskind“ bis zum ersten Flug mit „Tante H. in Algerien“ schreibt sie im ersten Kapitel „Wie ich wurde“ über ihr Leben als Viertgeborene, die mit ihren drei...

Kindheitssommer

Lust auf Sommerfeeling? Dann ist dieses Buch perfekt. Routiniert erzählt Kirsten Boie die Geschichte von Martha und ihren jüngeren Brüdern Mats und Mikkel, die ihre Ferien überstürzt bei ihrer Oma verbringen müssen, die sie kaum kennen. Ihre Eltern und Oma vertragen sich nicht so gut, doch jetzt ist Mama im...

Empfindungen, Erinnerungen, Veränderung

Der fünfte Roman von Virginia Woolf „Zum Leuchtturm“ (1927) gilt als ein Hauptwerk der literarischen Moderne und experimentiert mit Mehrstimmigkeit, inneren Monologen und fragilen Strukturen. Empfindungen, Erinnerungen und Wahrnehmungen der Familie Ramsay rund um ihre gemeinsamen Aufenthalte im Ferienhaus auf der schottischen Insel of Skye entfalten so ein facettenreiches Bild...