Schlagwort: Familie

Frauenleben auf Schweizerisch

Der Roman verknüpft Lebensgeschichten in einer Familie über fünf Generationen hinweg und wechselt dabei mühelos zwischen den verschiedenen Zeitabschnitten. Schwere Schicksalsschläge der weiblichen Familienmitglieder stehen im Mittelpunkt. Zu Beginn erschweren verschachtelte Sätze ein rasches Eintauchen in die detailreiche Familiengeschichte. Jedoch abgesehen davon ist das Buch eine schöne Lektüre, die interessante...

Vielseitige Lebenswellen

Nordamerikanische Zeitgeschichte lässt sich an Lebensgeschichten einprägsam nachvollziehen. Die Autorin schreibt über zahlreiche weiße und afroamerikanische Menschen in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts und begleitet sie bis 2010, dabei geht sie weder chronologisch noch stilistisch gleichförmig vor, sondern mischt immer wieder die Perspektive und die Textform. Ihre Figuren sind...

Unüberschaubare Welten

Zwölf Jahre zuvor war die Ehe zwischen der Alleinerzieherin Marianne und dem bekannten Schriftsteller Dennis gescheitert. Die sechzehnjährige Edie und die vierzehnjährige Mae wohnen vorübergehend bei Dennis, nachdem ihre Mutter einen Selbstmordversuch unternommen hat und in der Psychiatrie ist. Beide Töchter sind parteilich, während Edie sich gegenüber ihrem Vater kritisch...

Ein Ausmalbuch der besonderen Art

Das Family Coloring Book ist ein Ausmalbuch, das unterschiedliche Familienformen darstellt. Es ist vielfältig in Bezug auf Herkunft, Geschlechterdiversität und Zusammensetzungen von Familien. Die hetero­normative Familie darf ebenso ihren Platz finden wie das Modell der Alleinerziehenden mit Kindern. Familien mit sichtbar religiöser Zugehörigkeit sind gleichermaßen dargestellt wie familiäre Zusammenhänge von...

Abruptes Ende mit offenen Fragen

Im Roman „Dreißig Tage“ werden zunächst eigenartig anmutende Alltagsgeschichten erzählt. Stück für Stück werden spannendere Details dazu eingeflochten. Der Protagonist des Buches wird in vielfältige Sozial- und Beziehungsgefüge involviert. Auch seine eigene Biografie wird bekannt: Er wuchs bei seinem Onkel auf, während seine Mutter ein Diplomatenkind betreute – seine nunmehrige...

Lebenssorge als Widerstandspraxis

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht Maria Etzer, die im Nationalsozialismus zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, weil ihr vorgeworfen wurde, dass sie einen verbotenen Umgang mit französischen Zwangsarbeitern gepflegt habe. Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Wissenschaft nach 1945 blendete Fälle aus, die als „Geschlechtsverkehrverbrechen“ bezeichnet wurden. Wesentlich an der...

Rainbow Families

In diesem Buch lernen sich am Bauernhof Mika und Ida kennen. Mika hat zwei Mamas, Ida nur einen Papa, da die Mama weggegangen ist. Durch einen Beinahe-Unfall mit Eseln finden die zwei Kinder einen Draht zueinander und einigen sich darauf, dass Familie Familie ist, egal wie diese aussieht. „Die einen...

Miri

Nach einigen Kinderbüchern gibt die Wiener Autorin Christine Auer mit „Miriam im Sternschnuppenjahr“ nun ihr Debüt als Jugendbuchautorin. Nachdem ich die Freude hatte, die Etappen der Entstehung des Buches über mehrere Jahre mitzuerleben, habe ich es umso mehr genossen, jetzt das fertige Buch in Händen zu halten. Und erst recht...

Zugehörigkeiten

In ihrem autobiografischen Buch erzählt Sylvia Ofili von ihrer Jugend in Nigeria ab dem Besuch eines Internats bis zu ihrer Zeit als erwachsene Studentin in Deutschland. Als Kind einer weißen Deutschen und eines Schwarzen Nigerianers erlebt sie die gesellschaftlichen Abwertungen, da nicht Schwarz genug und dort nicht weiß genug zu...

Über polnische Äcker streunend

In 24 kurzen Kapiteln schreibt Wioletta Greg über das Aufwachsen der kleinen Wiolka, Wiolitka, Loletka, Maad… im Polen der 1970er und 80er Jahre. Da wird sie in einem windschiefen Haus mit Mutter, Vater und Großeltern groß, sammelt Etiketten von Streichholz­schachteln, beobachtet ihren Vater beim Ausstopfen von Tieren, hängt ihr Herz...