Schlagwort: Flucht

Menschenrechte sind unteilbar

In ihrem Buch beschäftigt sich Esther Dischereit in 13 Essays, Interviews und transkribierten Vorträgen mit den Themenkreisen Antisemitismus, Rassismus, rechtem Gedankengut, Flucht und Asyl. Die Texte sind in der Zeit von 1995 – 2020 entstanden. Es wird immer wieder betont, dass rechtsextreme Anschläge keine vereinzelten Taten sind, sondern weit verzweigter...

Ein Bilderbuch über Flucht und Tod

„Flucht“ ist ein dunkles, wunderschönes Bilderbuch ohne Text. Es geht um Tiere, die flüchten. Dadurch, dass die Tiere sehr verschieden sind, wird deutlich, dass die Autorin keinen Stempel vergeben will, sondern dass ihr Diversität ein wesentliches Anliegen ist. Auf anschauliche Weise werden die Themen Flucht, Heimatlosigkeit, Verlust, Tod, Trauer, Abschiednehmen...

Mit-geteilte Fluchterfahrungen

Frauen mit Fluchterfahrung machen sich programmatisch zu Subjekten ihrer eigenen Geschichte, indem sie ihre individuellen Lebensgeschichten in einem selbstorganisierten Rahmen und im Kontext einer kritischen Thematisierung globaler Ungleichheitsstrukturen sowie sich verschärfender europäischer Migrationspolitiken und Asylrechtsbestimmungen erzählen. Dieses Erzähl- und Buchprojekt, das im Rahmen einer Zusammenarbeit von geflüchteten Frauen, Mitgliedern* des...

Alle haben irgendwann Angst

Angst ist die winzige Freundin der Protagonistin dieses Bilderbuches, die sie als Geheimnis immer schon hatte. Eingeführt wird die Angst positiv, als jene, die das ca. 6-jährige Mädchen schützt und die in gefährlichen Situationen auf sie aufpasst. Seit sie aber in einem neuen Land lebt, ist die Angst so groß...

Über das (Nicht)ankommen

„Gott zürnt“ ist Kathrin Groß-Strifflers vierter Roman und nimmt sich eines zurzeit sehr aktuellen Themas an, nämlich der Flüchtlingsproblematik. Der Plot ist schnell erzählt: Sophia ist Hausfrau, von ihrem Mann hat sie sich entfremdet, ihre Tochter ist magersüchtig. Sie wird von allerlei Ängsten und Albträumen gequält. Da ihr langweilig ist,...

Von Wichteln und Rädertieren

Josepha Mendels schafft es, einen poetischen, oft auch humorvollen Roman über schwierige Themen zu schreiben: Ein Schriftsteller, Frans Winter, muss 1943 als Jude aus den Niederlanden flüchten, seine Frau und die zwei Kinder bleiben zurück, er gelangt nach wechselhaften Ereignissen letztlich nach London, wo er seine Zeit im Exil verbringen...

Nutella in Syrien?

Wie ist es, wenn der eigene Vater stirbt und die Mutter in Selbstmitleid versinkt? Wenn nichts mehr Spaß macht? So geht es Anna, die in Berlin lebt und der genau dies passiert. Dann lernt sie übers Internet einen Mann kennen und verliebt sich, ihm zuliebe konvertiert sie zum Islam und...

Reportagen zu Flucht über die Jahrzehnte

Die gebürtige Tschechoslowakin Irena Brežná floh selbst als Teenager im Jahr 1968 und schreibt seither unter anderem auch über dieses Thema. Eine Perle der sehr gut lesbaren Reportagen und Zeitungsartikel dieses Sammelbandes ist ihr Bericht über die Ankunft in der Schweiz der 1970er Jahre, wo die Emanzen aus dem Ostblock...

„Ehre der Arbeit, Genosse …“

Sandra Brökel hat die Lebensgeschichte des Prager Psychiaters Pavel Vodák (1920–2002), basierend auf dessen verschriftlichten Erinnerungen, akribisch und mit Empathie nachgezeichnet. Es ist ihr gelungen, ein Stück Vergangenheit lebendig werden zu lassen, das im Kontext von Migration und Zuwanderung nach Europa aktueller nicht sein könnte. „Das verbindet die Sterbenden mit...

Wien – gestern und heute

Susanne Scholl spannt in ihrem in Wien spielenden Roman „Wachtraum“ einen weiten Bogen von der Zeit des Zweiten Weltkriegs in die Gegenwart und wechselt dabei immer wieder zwischen der Sicht ihrer wichtigsten ProtagonistInnen. Fritzi wächst in der Zwischenkriegszeit in einer jüdischen Familie in Wien auf. Gemeinsam mit ihrer Schwester flieht...