Schlagwort: Flucht

Nutella in Syrien?

Wie ist es, wenn der eigene Vater stirbt und die Mutter in Selbstmitleid versinkt? Wenn nichts mehr Spaß macht? So geht es Anna, die in Berlin lebt und der genau dies passiert. Dann lernt sie übers Internet einen Mann kennen und verliebt sich, ihm zuliebe konvertiert sie zum Islam und...

Reportagen zu Flucht über die Jahrzehnte

Die gebürtige Tschechoslowakin Irena Brežná floh selbst als Teenager im Jahr 1968 und schreibt seither unter anderem auch über dieses Thema. Eine Perle der sehr gut lesbaren Reportagen und Zeitungsartikel dieses Sammelbandes ist ihr Bericht über die Ankunft in der Schweiz der 1970er Jahre, wo die Emanzen aus dem Ostblock...

„Ehre der Arbeit, Genosse …“

Sandra Brökel hat die Lebensgeschichte des Prager Psychiaters Pavel Vodák (1920–2002), basierend auf dessen verschriftlichten Erinnerungen, akribisch und mit Empathie nachgezeichnet. Es ist ihr gelungen, ein Stück Vergangenheit lebendig werden zu lassen, das im Kontext von Migration und Zuwanderung nach Europa aktueller nicht sein könnte. „Das verbindet die Sterbenden mit...

Wien – gestern und heute

Susanne Scholl spannt in ihrem in Wien spielenden Roman „Wachtraum“ einen weiten Bogen von der Zeit des Zweiten Weltkriegs in die Gegenwart und wechselt dabei immer wieder zwischen der Sicht ihrer wichtigsten ProtagonistInnen. Fritzi wächst in der Zwischenkriegszeit in einer jüdischen Familie in Wien auf. Gemeinsam mit ihrer Schwester flieht...

Eine Fluchtgeschichte

Gudrun Samuel ist eine lebensfrohe und mutige Jugendliche, als die Nazis in Deutschland an die Macht kommen. Schon bald versucht Gudrun für ihre Familie und Freundin, welche Jüd_innen sind, an gefälschte Papiere zu kommen, um Deutschland zu verlassen. Während ihre Freund_in samt Familie auf dem halben Weg in die USA...

Was man dem Hass entgegensetzen kann

Ellen erzählt aus ihrer kindlichen Sicht von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges. Ihrer jüdischen Mutter ist die Flucht nach Amerika gelungen, sie jedoch bleibt bei ihrer Großmutter. Sie erlebt die Deportation ihrer Spielkameradinnen, den Selbstmord ihrer Großmutter, der sie die Tabletten unwillig, aber dennoch reicht. Eine Kindheit, wie sie eigentlich...

Lampedusa fiktional

Nach ihrem Debüterfolg „Das lange Echo“, in dem sie österreichische Erinnerungsformen an den Ersten Weltkrieg ausgehend von Traumatisierungen und österreichisch-ungarischen Herkunftsgeschichten neu positioniert, hat Elena Messner nun ihren zweiten Roman vorgelegt: Daniel kommt beruflich in das (fiktive) Makrique, ein kleiner Ort im Süden Europas, an dem immer wieder überfüllte Boote...

In der Fremde

Eine alte Frau, die Graue, wohnt in einer Hütte mitten im Wald. Allein, und das mag sie. Doch eines Nachts im Winter steht ein kleines Mädchen vor der Tür, ganz rot angezogen, und bittet um Einlass. Sie darf hereinkommen, doch nur kurz, denn die Graue ist lieber allein. Schließlich darf...

Vergangenheit ist Gegenwart ist Zukunft 

Irina ist Kirchenrestauratorin, sie arbeitet mit Leidenschaft und großer Ausschließlichkeit an der Wiederherstellung von Wandmalereien, sie sieht sich selber als Heilerin der Wunden in den Kirchen. Sie liebt diese Arbeitsaufenthalte, bringen sie sie doch weg von der schwierigen Beziehung mit ihrer Tochter Zoe und diversen Ex-Liebhabern, die es wagen, Forderungen...

Solange es Menschen gibt! 

Einmal mehr beweist Jenny Erpenbeck in ihrem aktuellen Roman, dass Menschen durch zeitliche Ereignisse veränderungswillig sind, und dass dabei Zufälle eine große Rolle spielen. Als afrikanische Asylwerber am Oranienplatz in Berlin einen Hungerstreik machen, wecken sie das Interesse eines Passanten, es ist der verwitwete emeritierte Altphilologe Richard. Er nimmt Kontakt...