Kategorie: Aktuelle Ausgabe

40 Jahre frauen*solidarität

Zum 40-jährigen Bestehen der frauen*solidarität erschien im Oktober die Publikation Global Female Future. Wie feministische Kämpfe Arbeit, Ökologie und Politik verändern. Miriam vom WEIBERDIWAN hat mit einer der Herausgeber*innen, Andreea Zelinka, über das Buch, die umfangreiche Geschichte und die diversen Arbeitsbereiche der frauen*solidarität gesprochen. WEIBERDIWAN: Wie ist die frauen*solidarität entstanden...

Auch Liebe ist Hausarbeit

Wenn Hausarbeit entlohnt würde, würde das Reproduktionsarbeit gesellschaftlich aufwerten? Aber werden durch Lohn für Hausarbeit Geschlechterrollen und die patriarchale Norm nicht zementiert? Oder ermöglicht er einen antikapitalistischen und antisexistischen Kampf? Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wiesen Sozialistinnen darauf hin, dass Hausarbeit zur Produktion von Arbeiter:innen für ein kapitalistisches Wirtschaftssystem dient...

Das Herz im Takt der Rebellion

Die Neuübersetzung des im Jahre 1981 erschienenen Werks von Angela Davis ist heute genauso aktuell und relevant wie vor über 40 Jahren. Von der Sklaverei bis zum Wahlrecht, von den Anfängen der Frauenrechtsbewegung bis zur Kritik der Hausarbeit, von Rassismus bis hin zu den Perspektiven der Arbeiterklasse reicht das breite...

Beauvoir reloaded

Warum unterwerfen sich Frauen? Ausgehend vom Befund, dass Unterhaltungsindustrie & Medien „eine frei gewählte, bisweilen sogar geforderte weibliche Unterwerfung als Quelle der Lust“ inszenieren/ästhetisieren, wo doch für die Philosophie Unterwerfung ein Widerspruch zum Wesen des Menschen (=Freiheit) ist und somit ein moralisches Versagen, kommt die Philosophin Manon Garcia (wie schon...

Medizin gegen toxische Männlichkeit

Die Forderung, Politik und, hier im Besonderen, Außenpolitik feministisch auszurichten, kann nicht oft genug gestellt werden. Zwar tut sich manches, aber längst nicht genug. Sieht man sich Bilder von einflussreichen Personen in der Politik an, zeigt sich sofort, dass es immer noch hauptsächlich ältere Männer sind, viele davon weiß. Beim...

Das autonome Selbst – in Beziehung setzen 

Die vorliegende Dissertation baut auf Katharina Lux’ bisherigen Arbeiten auf und liefert eine umfassende Retrospektive über die Autonome Frauenbewegung der BRD in den 70er Jahren. Frauen lösten sich aus links-politischen Gruppen, um dem Bestreben nachzugehen, sich selbst als eigenständiges Subjekt zu begreifen, während etwa zeitgleich Frauen und Lesben die ersten...

Intersektionalität in Theorie und Praxis

Die in Buchform publizierte Dissertation von Eliane Kurz ist in mindestens zweierlei Hinsicht interessant und nützlich: Erstens gibt sie einen leicht verständlichen, aber dennoch differenzierten und auch kritischen Einblick in die Nutzung von intersektionalen Sichtweisen in der feministischen Forschung und Praxis. Neben den oft zu lesenden Erklärungen zur historischen Entstehung...

Ein Weg zum „kollektiven Wir“?

Tanja Vogler begibt sich unter anderem mittels der Untersuchung queerer Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Analyse deutschsprachiger Bewegungsmedien und vermittels problemzentrierter Interviews mit Aktivist*innen auf die Suche nach einem „kollektiven queeren Wir“. Sie gibt einen Überblick über die verschiedenen queer-feministischen Debatten zum Thema Identitätspolitik und wirft gleichzeitig...

Tech-Arbeit und Gerechtigkeit

Der öffentlich formulierte Anspruch, Mädchen und Frauen in technischen Berufen zu fördern, trifft in der Tech-Unternehmenspraxis auf tradierte Geschlechtervorstellungen. Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterungerechtigkeit werden so gleichzeitig hervorgebracht und in der Alltagspraxis ausgehandelt. Diesem Phänomen widmet sich die Dissertation von Amanda Ruf durch eine Aufarbeitung von Theorieansätzen zu Geschlecht, Gerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit....

Verbrechen der Macht

Das vorliegende Werk der argentinischen Feministin Rita Segato vereint acht Beiträge und einen von ihr kreierten Leitfaden für die Lektüre geschlechtsspezifischer Gewalt, die in den Jahren 2004–2018 entstanden sind. Wer sich bereits mit ihren Inhalten auseinandergesetzt hat, wird einige ihrer Thesen wiedererkennen. Ihre qualitative Studie zu Femizid-Tätern in brasilianischen Gefängnissen...