Schlagwort: Dystopie

Märchenhafte Reise durch Dystopien

Menschen aus verschiedenen Sparten und Ländern haben an diesem feministischen Werk mitgewirkt und gearbeitet. Trotz dieser Diversität ist es gelungen, kollektiv ein großes Ganzes zu schaffen, das von einem roten Faden durchzogen ist. Erzählungen und Lyrik wechseln sich ab, teilweise vom Deutschen ins Englische und Spanische übersetzt, was der Sprache...

Ver(w)irrt im künstlichen Labyrinth

Mit ihrem zweiten Roman legt die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer ein epochales Werk vor, an dem sie laut eigener Aussage über zehn Jahre geschrieben hat. Für mich als Leserin wurde diese lange Zeitspanne beim Lesen spürbar und auch beschwerlich. So macht es den Anschein, als ob die Geschichte mehrmals umgeschrieben...

Die Erfindung des Ungehorsams

Eine düstere Welt. Extreme Wetterbedingungen gehören zum Alltag und erschweren das Leben der Menschen. Ling, Arbeiterin in einer Sexpuppenfabrik in China, verbringt ihre Abende alleine und gibt sich ihrer Leidenschaft für Spielfilme hin. Ungeduldig wartet Iris in einem Penthouse auf das nächste Abendessen mit Bekannten. Die Sehnsucht nach einem Gefühl...

Stand-by

Maja Lunde beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels und zeichnet in ihren Romanen komplexe, düstere, wenn auch nicht unwahrscheinliche Zukunftsszenarien. Ihre Bücher vermitteln Wissen und Zusammenhänge auf literarischem Weg und sind nicht umsonst Bestseller. Doch wie ergeht es einer Autorin von dystopischen Romanen angesichts einer unmittelbaren...

Fressen und gefressen werden

Marco ist ein einsamer Mann, nachdem ihn seine Frau nach dem plötzlichen Tod des gemeinsamen Kindes verlassen hat. Er arbeitet auf einem Schlachthof, damit er für die Pflege seines Vaters aufkommen kann. Im Roman von Agustina Bazterrica sind die Tiere weltweit von einem Virus befallen, der sie für die Menschen...

Zur Notwendigkeit der poetischen Alltagsverbesserung

Die Welt, in der Lisa Spalt ihre Geschichte(n) ansiedelt, ist zu einer allumfassenden, dystopischen Welt-Stadt namens Lands mutiert. Und diese Stadt-Welt wird vom Diktator Cramps regiert. Der aber ist kein personifizierbarer, sprich herkömmlicher Bösewicht; vielmehr ist er eine Art diffuses Machtgeflecht, das viele Gesichter trägt und die Landser*innen kontrolliert, indem...

Sprechverbot für Frauen

Vieles in Christina Dalchers Debütroman erinnert in unheimlicher Weise an die aktuellen politischen Entwicklungen in den USA und vielen weiteren Staaten: weiße, fundamentalistisch-religiöse, homophobe Rechtspopulisten sind an der Macht und haben die Gesellschaft blitzartig umgebaut. In dieser dürfen weibliche Menschen nur 100 Wörter am Tag sprechen, nicht arbeiten, lesen, schreiben,...

Beziehung in Zeiten des Weltuntergangs

Die Situation auf der Erde wird immer untragbarer, die Sonne dringt kaum durch die Wolkenschichten, das Pflanzenwachstum ist eingeschränkt und der Hunger wächst. Es sind zwei Jugendliche, an denen nun die Hoffnung der Menschheit hängt. Irma und Sam heißen sie, und sie wurden in einer grandiosen Fernsehshow ausgewählt – ein...

Wasser, unser Lebenselixier

Der zweite Roman der Bestsellerautorin in dem vierteilig geplanten Zyklus beschäftigt sich wieder mit einer Umweltpro­blematik. Es geht um die aggressive Ver­wertung und Endlichkeit des Wassers. Dazu entwickelt die Autorin zwei Handlungsstränge, der erste bezieht sich auf die Ressource Wasser und den Umgang mit ihr in Vergangenheit und Gegenwart in...

Von Kröten und blinden Hühnern

Es ist ein Konglomerat aus Science-Fiction, Märchen und Roman, das Frischmuth mit „Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm“ vorlegt – und zugleich auch ein Entwicklungsroman. Ein Mädchen, das sich nicht an ihren Namen erinnern kann und nach der von ihr häufig getätigten Äußerung Machtnix genannt wird, ist aus...