Autorin: m l

Queer-feministische Positionsbestimmungen

Der Sammelband von Birgit Sauer und Katharina Pühl gibt einen Einblick in aktuelle Diskussionen queer-feministischer Kapitalismuskritik im deutschsprachigen Raum. Diese spannt sich über Fragen der Regulierung von Sexualitäten, trans/nationale Relationen von Reproduktionsverhältnissen zu materialistisch-feministischen Perspektiven. Dabei werden unter anderem Themen wie Generativität und Bevölkerungspolitiken behandelt, die Verschränkungen verschiedener Herrschaftsverhältnisse diskutiert...

Theorieproduktion aus dem globalen Süden

Vervollständigen ohne Anspruch auf Vollständigkeit – so könnte der Anspruch verkürzt dargestellt werden, den die drei Wiener Autorinnen an dieses Buch haben, in dem sie Einblick in marginalisierte, wenig rezipierte feministische Theoriebestände geben. Der Band ist aus der Perspektive von Unilehrenden für ebensolche sowie Studierende geschrieben und setzt Grundkenntnisse der...

Fürsorgliche Männlichkeiten!

Dieser Sammelband bietet eine Vielzahl an Perspektiven auf positive, fürsorgliche und inklusive Männlichkeiten. International (mit Beiträgen aus Europa, Afrika, US und Asien) und transdisziplinär angelegt zeichnen sich die Artikel neben methodischer Breite auch durch eine konsequente Verbindung von feministischer Theorie und Praxis aus. Konkrete Ressourcen und Beispielübungen für Unterricht, Trainings,...

Feminismus in Italien

Berlusconis Affäre mit einer siebzehnjährigen Tänzerin löste 2011 einen Sturm der Entrüstung aus, sodass eine landesweite Frauenbewegung mit dem Titel „Se Non Ora Quando“ (SNOQ) in Italien entsteht. Orientiert an den Bedürfnissen der cis* Menschen setzen sich die unterschiedlichen landesweiten Gruppen vor allem aus Frauen mittleren Alters mit akademischer Vorbildung...

Frauen legt die Arbeit nieder!

Brigitte Kiechle wandelt auf Pfaden historischer und aktueller Frauenkämpfe und zeigt Frauen als Auslöserinnen wirkungsvoller solidarischer Bewegungen, die sich im Kollektiv er-heben und die Arbeit nieder-legen. Sie geht dabei auf „klassische“ Streiks zur Verbesserung der ökonomischen Situation wie auch auf Massenproteste und große Streiks der jüngeren Vergangenheit ein, die sich...

Sexarbeiter*innenrechte sind Frauenrechte!

Das Denken vom Subjektstandpunkt aus, um das Erfahrungswissen der Sexarbeiter*innen sichtbar zu machen, ist wesentlich, um sie nicht einseitig für den hegemonialen Diskurs zu vereinnahmen. Der Sammelband schafft aus verschiedenen wissenschaftlichen Sichtweisen und Erfahrungen der Betroffenen ein heterogenes Bild der Sexarbeit, um diese einer einseitigen Analyse zu entziehen. Eine daraus...

Working Poor

Die Autorin, selbst Gewerkschaftsfunktionärin der GPA-djp, stellt Arbeits- und Lebensgeschichten von neun Menschen vor, die gezwungen sind, ihre Arbeitskraft und Lebenszeit in Österreich in „atypischen Arbeitsverhältnissen“ zu verkaufen. Sie arbeiten nicht in sozialversicherten Vollzeitanstellungsverhältnissen – die im Postfordismus immer weniger die Norm sind -, sondern sind Leiharbeiter*innen, Praktikant*innen, neue Selbständige,...

Globaler Aufstand

Drei wichtige Vertreter*innen eines materialistischen, antikolonialen Feminismus haben nun gemeinsam ein Manifest entwickelt, um in elf Thesen festzuhalten, dass der Kampf gegen den Kapitalismus weltweit von Frauen als Speerspitze zu führen sei. Die eingenommene Position ist unverträglich mit dem liberalen Feminismus. Die drei Autorinnen rechnen mit diesem ab, in dem...

Feminismus oder Barbarei

Die „Silvesternacht von Köln“ löste eine Vielzahl von Reaktionen aus; besonders auffällig war die auf die Ereignisse folgende rassistische Mobilisierung für „Frauenrechte“ seitens der extremen Rechten, bzw. auch Konservativer und der bürgerlichen Mitte. Dabei wurde der Mythos der „weißen Frau als Opfer“ aktualisiert und als schlagendes Argument gegen „Masseneinwanderung“ und...

Gender & Rechtsextremismus

Überfällig und stimmig ist dieses handliche Bändchen, in dem zahlreiche in diesem Feld höchst bewanderte Autor_innen über Rechtsextremismus aus geschlechterreflektierter Perspektive informieren. Die dabei immanente Bedeutung von als unverrückbar dargestellter komplementärer Zweigeschlechtlichkeit wird auf Basis zahlreicher österreichischer und deutscher Quellen nachgezeichnet sowie kontextualisiert. Die missbräuchliche und ins Gegenteil verkehrende Instrumentalisierung...