Autorin: m l

Gendersensible Kinderbücher im ACHSE Verlag

Wir sprachen mit Teresa Mossbauer, der Verlagsleiterin des ACHSE Verlags.WEIBERDIWAN: Teresa, könntest du bitte etwas über euren noch recht jungen Verlag erzählen?Teresa Mossbauer: Der Verlag wurde 2017 gegründet und kam ursprünglich aus der Kunstszene. Mein Kollege León Schellhaas und ich sind 2018 eingestiegen und haben den Verlag im Laufe der...

Postkolonial und/oder intersektionell?

In welchem Verhältnis stehen die Begriffe ‚Intersektionalität‘, ‚Postkolonialität‘ und ‚feministisch‘ zueinander? Liegen sie auf ganz unterschiedlichen Ebenen? ‚Postkolonial‘ ist eine kritische Perspektive auf die historische Verfasstheit von Gesellschaften und Subjekten ohne zwingend feministischen Ansatz, ‚intersektionell‘ eine unmittelbar feministische Wortschöpfung, zunächst ohne Fokus auf Kolonialismus. Meinen sie mittlerweile fast dasselbe, da...

Feministische Theorie ohne Schnörkel

Dass nicht nur patriarchale Strukturen, sondern auch kapitalistische Zwänge den Fortschritt der Gleichberechtigung bremsen, ist längst kein Geheimnis mehr. In erfrischend untheoretischer Sprache, untermauert mit zahlreichen Beispielen und untergliedert in sinnvolle Kapitel, zeigen Heinrich und Genings Schritt für Schritt auf, wie gerade die Verschränkung zwischen Kapitalismus und Patriarchat zum Stolperstein...

Liebe in Zeiten des Patriarchats

Mit ihrem auf Englisch bereits 2004 erschienenen Buch „Männer, Männlichkeit und die Liebe“ behandelt bell hooks den Zusammenhang von patriarchaler Sozialisation und den Beziehungen von Männern zu anderen und sich selbst. Teils autobiografisch geschrieben analysiert sie den Charakter einer patriarchalen Dominanzkultur und deren Auswirkungen auf unsere Fähigkeit zu lieben und...

Fortpflanzung feministisch gedacht

Die gegenwärtige Entwicklung neuer Reproduktionstechnolo­gien erfolgt in einer Geschwindigkeit, mit der die einhergehenden rechtlichen und ethischen Fragestellungen oft nicht mithalten können. Für viele Praktiken fehlen sowohl präzise Begrifflichkeiten als auch emanzipatorische politische Standpunkte. Antje Schrupp nähert sich in diesem schmalen Bändchen den heiklen Fragen der Fortpflanzung im 21. Jahrhundert an....

Ungehorsam verschenken

Sara Ahmed beschreibt in ihrem beein­druckenden Buch das Wirken und Verinnerlichen der Unterscheidung von und der Beziehung zwischen Wille und Eigenwilligkeit. Der Wille ist vor allem das Wollen der Tugendhaften und auch, diese Tugendhaftigkeit ver-breiten zu wollen, während das Zuschreiben von Eigenwilligkeit als Herabwürdigung gegen Subjekte vorgebracht wird. Der vermeintliche...

Überwinden Cyborgs die Gender-Grenzen?

Die transhumanistische Vision geht davon aus, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit durch die Fusion mit Technologie erreicht wird. Technologien, die wir heute wie Accessoires am Körper tragen, sollen künftig mit uns verschmelzen. An die Stelle des Menschen sollen Cyborgs treten. In ihrer reichhaltigen Dissertation Cyborg werden sprengt die Literaturwissenschaftlerin...

Gekränktes Anspruchsdenken

Die Journalistin Susanne Kaiser identifiziert in ihrem Buch gekränktes männliches Anspruchsdenken als maßgeblichen Faktor einer sich radikalisierenden ‚Mannosphäre‘. Ziel dieser Bewegung ist die Bekräftigung einer vermeintlich natürlichen Geschlechterhierarchie, die die Akteure ins Wanken geraten sehen. In drei Kapiteln bietet Kaiser einen Überblick über Ideologie, Protagonisten und Vernetztheit der Bewegung. Sie...

Freundinnenschaft

Die Autorin Anna Leyrer forscht als Historikerin über die Themen Feminismus, Geschlechtergeschichte und Beziehungen. Sie schreibt in der Einleitung über die unterschiedlichen Zugänge der Frauen zur Freundschaft. So fragt sie sich, ob die Geschichte der Freundschaft eine Geschichte der Männerfreundschaft sei, während die Frauen als Unzugehörige an den Rändern dieser...