Autorin: m l

Ziehen wir die Finger aus dem Feuer!

Mehr als vierzig Jahre nach der Veröffentlichung in englischer Sprache erscheinen Texte der 1992 verstorbenen lesbischen Schwarzen Feministin und Aktivistin Audre Lorde. Viele Leser:innen kennen ihre beeindruckende Mythobiografie „Zamie“. In dem nun vorliegenden Band sind Vorträge, Interviews, Reiseberichte und Briefe von Lorde vereint, die zwischen 1984 und 1992 entstanden sind,...

Über die Wichtigkeit von Communities

Dass auch Soziale Arbeit eingeschrieben ist in Kolonialismus und den ehemaligen Kolonien Subsahara-Afrikas von außen bzw. oben aufoktroyiert wurde, hat bislang wenig Eingang gefunden in die (sozialarbeits-)wissenschaftliche Auseinandersetzung im Globalen Norden. Genauso wenig wurden in der (deutschsprachigen) Academia praktische Beispiele erforscht, die dem entgegen auf eine das lokale Wissen und...

Beauvoir revisited

Unterwerfung als aktiver Gegenpol zu Ausübung von Macht findet in der Philosophie wenig Beachtung. Dies zu ändern, heftet sich die 1985 geborene Garcia auf die Fahnen. Scharfsinnig hinterfragt sie die Zusammenhänge zwischen Weiblichkeit und Unterwerfung, also dem Verzicht auf Freiheit, dem Sich-Fügen in fremdbestimmte Machtstrukturen. Kann Unterwerfung auch freiwillig erfolgen?...

„Queer Peer“ – Subkultur als Ressource

Die Autorin will mit ihrer Studie einen Einblick in die Lebensrealitäten Jugendlicher und junger Erwachsener geben, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder eigenwilliger Geschlechtlichkeit als anders, nicht-normal bewertet werden, unsichtbar gemacht werden und Diskriminierung erfahren. Daraus resultierende Verunsicherung, Schuld- und Schamgefühle werden leidvoll individualisiert. Deutlich wird die Stadt-Land-Differenz und die...

Das Gehirn als Mosaik

ie Neurowissenschafterin Daphna Joel ist auf Psychologie, Geschlecht und Gender spezialisiert. Ihr Sachbuch hält folgende Erkenntnis fest: Jedes Gehirn ist unterschiedlich. Es besteht aus einem Mosaik individueller Eigenschaften. Die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen fallen dabei kaum ins Gewicht. Wenngleich sich das durchschnittliche weibliche Gehirn vom durchschnittlich männlichen unterscheidet,...

Theorie versus Praxis

Schlagworte wie „Social-Justice-Warriors“, „Narrativ”, „Diskurs” und „dekonstruieren“ werden in diesem Buch genau unter die Lupe genommen und auf ihre Auswirkungen beleuchtet. Die Neugestaltung der Gesellschaft auf Zuruf von Ideologinnen und Ideologen wird anhand von Beispielen aus Deutschland auf ihre Alltagstauglichkeit hinterfragt. In den einzelnen Kapiteln wird aufgezeigt, wie im Kampf...

Arbeiter:innenunruhe auf dem Vormarsch!?

Der Sammelband versammelt Beiträge einer von den Herausgeber:innen initiierten Tagung, die im März 2019 in Stuttgart stattfand. Er ist von einer wachsenden neuen nation­alen und globalen Arbeiter:innenunruhe (labour unrest) in stark wachsenden feminisierten Erwerbsbereichen inspiriert und soll Forschungsdefizite in diesem Feld aufarbeiten. Die Fragestellung ist intersektional, nämlich wie Lohnarbeitskonflikte und...

Wie Sorge (doch nicht) entsorgt wird

nna Hartmann verknüpft feministisch-ökonomische und psychoanalytische Ansätze, um zu neuen Einsichten zur „Entsorgung der Sorge“ im spätkapitalistischen Westen beizutragen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Beobachtung, dass die strukturellen Voraussetzungen für die Erbringung der Sorgearbeit – im fordistischen System noch idealtypisch bei der „Hausfrau“ verankert – im Spätkapitalismus zunehmend entsorgt...

Sorgende Angehörige intersektional

Der von sechs, teils sehr bekannten feministischen (Sozial-)Wissenschaftlerinnen verfasste Band „Sorgende Angehörige“ rückt eine Gruppe von Menschen in den Fokus, die trotz der derzeit hoch auf der Agenda stehenden „Pflegenotstandsdebatte“ wenig im Blick steht – zumal aus einer intersektionalen Perspektive. Anhand qualitativer Fallstudien wird die Lebenssituation jener Menschen beleuchtet, die...