Geschichte des Schwarzen Widerstands
Die beiden Herausgeber:innen liefern mit ihrem aus dem amerikanischen Englisch übersetzten Buch eine Geschichte von Schwarzen antifaschistischen Bewegungen in den USA. Dabei geht es um Widerstand gegen die Lynchmorde, Kampagnen wie „We charge Genocide“, die Black-Power-Bewegungen und Abolitionismus. Anhand von wichtigen Akteur:innen und zentralen Ereignissen geben die Autor:innen einen Überblick über die jahrhundertelangen Kämpfe von Schwarzen Antifaschist:innen. Dabei definieren sie Schwarzen Antifaschismus als radikale Form des Widerstands und der Solidarität, mit dem der inhärent anti-Schwarze und rassistische Faschismus besiegt werden kann. Das Buch will nicht nur einen historischen Überblick geben, sondern Basisbewegungen dazu ermutigen, die dort kennengelernten Kämpfe und Strategien aufzunehmen und sich selbst gegen den Faschismus zusammenzuschließen. Besonders in der aktuellen Situation in den USA ein nachvollziehbares Anliegen, welches die Autor:innen auch erreichen. Die Kämpfe und Bewegungen werden verständlich und übersichtlich nachgezeichnet, und machen die Notwendigkeit, Antirassismus und Antifaschismus stets zusammenzudenken, sichtbar. Der ständige und zum Teil relativierende Bezug auf den Nationalsozialismus, um die USA als das historische und aktuelle Zentrum von Faschismus herauszustellen, irritiert aus deutschsprachiger Perspektive ein wenig. Abgesehen davon aber sehr empfehlenswert für alle Menschen, die sich als Antifaschist:innen verstehen!
Nike
Black Antifascism. Widerstand in den USA. Hg. von Jeanelle K Hop, und Bill V. Mullen. Aus dem Engl. von Jürgen Heiser. 311 Seiten, Papyrossa, Köln 2026, EUR 24.00
