Kategorie: Graphic Novel

Zum Kotzen

„Ich denke sehr oft ans Essen. Was ich heute essen darf …, ob ich heute essen darf, oder wie viel ich essen darf.“ In Regina Hofers Graphic-Novel-Debüt blickt eine junge Kunstschaffende zurück auf die Zeit ihres Heranwachsens. Wer hat ihr dieses Gefühl beigebracht, dass mit ihrem Körper gar nichts stimmt?...

Lustiges über Vulven, Klitoris & Co

Liv Strömquist spürt in diesem höchst amüsanten Comic den Fragen nach, warum das weibliche Genital gesellschaftlich keine oder grundfalsche Repräsentationen findet, was der Tabuisierung von PMS sowie Menstruation zugrunde liegt und welche Prominenz die Klitoris im Laufe der (hauptsächlich europäischen) Kulturgeschichte hatte. Doch ist Aufmerksamkeit für das sogenannte „weibliche Geschlechtsorgan“...

Wie frau sich das Leben so vorstellt

Claire ist Anfang 30, sie arbeitet als Krankenschwester in der Neonatologie. In ihrer Freizeit trifft sie sich mit ihren Freundinnen, besucht ihre Mutter und ist auf der Suche nach einem Mann, mit dem es endlich mal klappt, und mit dem sie vielleicht auch ein Kind haben möchte. Leider sind die...

Über das Chamäleon und andere Wesen

In der schwarzweiß gehaltenen Graphic Novel von Birgit Weyne erzählt sie fragmentarisch und zur selben Zeit in sich zusammenhängend von ihrer Zeit in Ostafrika. Durch ihre Geschichten und Bilder ist das magische Denken aus Kindheitstagen greifbar nahe: wenn sich die Bedrohungen des Wett¬rüstens als Fohlaut, ein dämonisches Wesen, zeigen und...

Erinnerungen an den Irak

Brigitte Findakly, Koloristin für Comiczeichner*innen, gibt mit der Graphic Novel „Mohnblumen aus dem Irak“ ihr autobiografisches Debüt als Autorin. Findakly hat als Tochter einer Französin und eines Irakers ihre Kindheit im irakischen Mossul verbracht. Als sie Teenagerin ist, siedelt die Familie Anfang der 1970er Jahre aufgrund der politischen Bedingungen im...

Katze

Katze heißt die Protagonistin von Kathrin Klingners Comicdebüt „Katze hasst Welt“. Katze ist zum Kunststudium nach Hamburg gekommen und hängengeblieben. Auf die Uni geht sie schon eine Weile nicht mehr. Kein Wunder, bei den Klischees, die sie dort erlebt. Sie schlägt sich als Kellnerin in einem Kiez-Café durch, erst noch...

Liebe im 21. Jahrhundert

Sicher gibt es auch Wichtigeres im Leben als die Liebe. Und klar ist einiges, das für viele Frauen* weltweit damit in Verbindung steht, von Gewalt und Unfreiheit geprägt. Aber Frollein Motte lebt in Deutschland, ist 27 Jahre alt, Weiß, hetero und mag sich jetzt mal abenteuerlustig und unvollständig mit Liebe...

Vina in Vienna: Kimchi forever!

Vina Yuns zweiteiliger Comic „Homestories – Koreanische Diaspora in Wien“, der auch nur gemeinsam erworben werden kann, ist dieses Jahr erschienen. In Teil Eins ist das Verweben der mündlichen Geschichten ihrer Mutter mit denen anderer Frauen, die in einem ähnlichen Zeitraum aus Südkorea nach Europa gekommen waren, zentral. „Gastarbeiterinnen“ sollten...

Alltag in Zeiten der Unterbezahlung

Karo (Karoline Krabitz) hat nach 25 Jahren Literaturstudium und fünf Jahren unterbezahlter Karriere als Kassiererin im Supermarkt „Billi“ mit einer gewaltigen Frustration zu kämpfen. Ihr Mitbewohner Pik (ein sprechender Rabe) lebt, gelöst von Verantwortung und gesellschaftlichen Konventionen, feucht-fröhlich in den Tag hinein. Die Geschichte erzählt von der typischen Realität prekär...

Galerie der Verflossenen

Die Hamburger Illustratorin Tanja Esch erzählt in ihrem autobiografischen Comic „Du kannst natürlich heute noch hier schlafen“ von ihrer Suche nach dem der richtigen Partner_in: „Eine kleine Sammlung von schonungslos ehrlichen Anekdoten aus gescheiterten Beziehungen und katastrophalen Affairen, moderiert von der Autorin selbst“. Der Klappentext verspricht nicht zu viel: Augenzwinkernd...