Als junge Frau konnte Tania (Karen) Blixen es kaum erwarten aus Dänemark wegzukommen. Sie träumte von Afrika und fand in Kenia eine Heimat, in der sie aus ökonomischen und gesundheitlichen Gründen aber nicht bleiben konnte. Die Rückkehr nach Dänemark, genauer gesagt auf das Familienanwesen Rungstedlund nördlich von Kopenhagen an der...
Germaine Tillion war eine französische Intellektuelle, deren Leben eng verknüpft mit der Geschichte Frankreichs, Deutschlands und Algeriens des 20. Jahrhunderts war. Der Band versammelt autobiografische Schriften aus den verschiedenen Stationen ihres Lebens. Nach Forschungsaufenthalten in Algerien in den 1930er Jahren, schließt sie sich aus „zärtlicher Liebe zum Vaterland“ in Paris...
Wie bereits in ihrem Bestsellerroman „Heimschwimmen“ (2013) und ihren Kurzgeschichten schafft es die englische Autorin auch in ihrer kurzen Autobiografie mit einfühlsamen Metaphern eine atmosphärische Stimmung zu erzeugen. Auf einer Reise nach Palma de Mallorca sucht sie nach den Spuren ihrer Kindheit, indem sie ein vormaliges Kindermädchen, welches nun Pensionsbesitzerin...
Gertrude Bell, britische Historikerin und Archäologin, reist 1905 nach Syrien. In dieser Zeit allein als Frau zu reisen war äußerst unkonventionell, insbesondere in den Nahen Osten. So war Bell die erste Europäerin auf syrischem Boden – vor ihr waren nur wenige Männer in dieses Gebiet vorgedrungen. Unerschrocken begibt sich die...
Mit einer tibetischen Führerin reisen zwei Frauen über Lhasa und den Mount Everest bis zum Berg Kailash. In „Berge, Bön und Buttertee“ von Elke Amberg weckten vor allem die Frauenfiguren in der tibetischen Kultur das Interesse der beiden Abenteuerinnen. Bön ist die alte schamanistische Religion Tibets, die den dortigen Buddhismus...
Baghajati ist Frauenreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Ihr Wirken zeigt seit Jahren ehrliches Bemühen um Dialog, um besseres Verständnis für ihre Religion, für die sie sich vor vielen Jahren entschieden hat. Mit „Muslimin sein“ liefert sie auf 25 Fragen – ganz bewusst – 25 Orientierungen. Keine Antworten. Denn die...
Seit dem Studium der Theaterwissenschaft habe ich mich darüber gewundert, dass feministische Forschung und in Folge Gender- und Queer Studies darin nur so zögerlich Einzug fanden, und ich wundere mich bis heute. Der Juniorprofessorin Franziska Bergmann (Universität Trier) kommt der große Verdienst zu, mit ihrer nun veröffentlichten Dissertation eine der...
Die Literaturwissenschaftlerin Ingeborg Gleichauf geht in diesem Buch der Frage nach, was das Schreiben von Schriftstellerinnen in der dritten Lebensphase, also im Alter über 60 ausmacht. Ob und welche Veränderungen zu erkennen sind. Sie analysiert dabei das Werk von 15 durchwegs bekannten Autorinnen und spannt dabei einen Bogen vom Beginn...
Doris Guth und Alexander Fleischmann bieten in dieser Kompilation kluge Aktualisierungen entlang von Kunst, Theorie und Aktivismus – im Überschneidungsbereich des Neuen und Radikalen. Jens Kastner lotet Trennendes und Verbindendes aus und gruppiert jene künstlerischen Positionen, die an einer Überwindung dieser Grenzen arbeiten. Nanna Heidenreich fragt: „Wer oder was ist...
Wie kaum ein anderes Ereignis der Populärkultur polarisiert der Eurovision Song Contest jedes Jahr auf ein Neues. Initiiert 1956, um das junge Medium Fernsehen mit einer Musikshow attraktiv zu gestalten, kann der Wettbewerb als Spiegel gesellschaftspolitischer und kultureller Veränderungen herhalten. Diesem Unterfangen widmet sich der Sammelband, der von MedienwissenschaftlerInnen der...