Mississippi 1946

Die US-amerikanische Autorin be-schreibt in ihrem 2009 erschienenen Debutroman die Geschichte einer schwarzen und einer weißen Farmerfamilie in Mississippi kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Story wird aus der Perspektive von sechs darin vorkommenden Personen erzählt.
Die McAllens sind weiß, gebildet und besitzen eine Baumwollplantage. Die Jacksons sind schwarz, ungebildet und Pächter der McAllens. Unterdrückungsverhältnisse aufgrund von Rasse, Klasse und Geschlecht sind eine Dimension des Romans. Die andere ist der Umgang von Kriegsheimkehrern – jeweils schwarz und weiß – mit der gesellschaftlichen und familiären Situation im Süden des Landes. Die meisten Romanfiguren haben wenig bis gar keinen Handlungsspielraum, um die schrecklichen Ereignisse zu verhindern. Die, die einen hätten, nützen ihn nicht. Dee Rees hat das Buch 2017 erfolgreich verfilmt. Von der Kritik wurde es hochgelobt und bereits in 15 Sprachen übersetzt. Gut geschrieben, erschütternd, lesenswert.
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Hillary Jordan: Mudbound. Die Tränen von Mississippi. Aus dem amerik. Engl. von Karin Dufner. 384 Seiten, Pendo München 2017 EUR 15,50