Verschlagwortet: Trauer

Verlieren und Finden

Gleich zu Beginn des Buches erfährt die Erzählerin vom Tod des Vaters. Obwohl die beiden jahrelang keinen Kontakt hatten, trifft sie diese Nachricht so hart „wie eine blauschwarze Wand “. Nun muss sie seine Wohnung räumen und die Beerdigung organisieren. Das Ordnen der Hinterlassenschaft wird zu einer Inventur ihres eigenen...

Auf der Suche nach dem verlorenen Bild

Das Pfauengemälde, ein Erbstück des Vaters, führt Ana von Berlin nach Bukarest und das Dorf ihrer Vorfahr*innen. Der in Rumänien lebende Teil der Familie hat nach jahrzehntelangen Prozessen das Haus und das Bild zurückbekommen. Beides war ihnen durch die Enteignungen des Sozialismus genommen worden. Ana möchte das Bild eigentlich nur...

Essenzielle Einsichten

Was bewegt eine junge Frau, Sterbebegleiterin zu werden? Johanna Klug fasst diesen Entschluss mit Anfang zwanzig, und sie hat diesen Plan verwirklicht, obwohl viele ihr davon abgeraten haben. Das Argument war immer wieder „Du hast dein Leben doch vor dir“, oder „leb doch dein eigenes Leben!“ Das war für die...

Fragwürdige Erinnerungen

Bei einer Premierenfeier ihres Geliebten findet sich die über 40jährige Ich-Erzählerin in einem Lokal wieder, welches ihr aus einer früheren Zeit bekannt erscheint. Schließlich assoziiert sie mit dem Ort ihre frühere Freundin Gema, die mit 15 Jahren schwer an Leukämie erkrankt und zwei Monate nach der Diagnose verstirbt. Es ist...

Weiterleben

In diesem Roman geht es um das Aufwachsen in geborgenen Verhältnissen, in einer großen Gruppe von Freundinnen. Anna Stern erzählt von den Abenteuern des Alltags, die im Jetzt überschattet werden von Anankes Tod. Der langsame Erzählstil und die eigenwillige Form des Romans machen die Lektüre zu einem besonderen Erlebnis. Es...

Rom, Blues und das Leben

Eine geräumige und geheimnisvolle Wohnung in einem romantischen Palazzo, mitten in Rom, einst Liebesnest der schönen und eleganten Guenda. Dort wohnt Laura Sommer aus Buxtehude, 53, Deutschlehrerin, geschieden und fast wieder glücklich verheiratet mit ihrer großen Liebe Fabio, wenn er nicht gerade an ihrem Hochzeitstag unerwartet gestorben wäre. Tief in...

Was wir gewinnen und verlieren!

Wohin wir gehören und wohin wir gehen, ist nicht leicht zu beantworten. Zinzi Clemmons Roman ist eine Reise in die persönliche Innenwelt der Hauptperson, Thandi. Zumeist als innerer Monolog verfasst, unterstützt von Zeitungsausschnitten, Grafiken, Fotos und anderen Textformen, die Thandi kommentiert, ist es eine Coming-of-Age- Geschichte mit Auf- und Abwärtsbewegungen....

Eine Geschichte vom Abschied

Susannah Walker gibt Einblick in die schwierige Auseinandersetzung mit der Hinterlassenschaft ihrer verstorbenen Mutter. Sie erzählt vom Aufräumen, von der Rekonstruktion der eigenen Familiengeschichte und von der Sorge, was sie selbst einmal weitergegeben haben wird. „Was ich gefunden hatte, war nicht etwa ein Wertgegenstand oder ein teures Andenken, das an...

Weibliche Migration – Trauma und Chance

Der vorliegende Band liefert einen wichtigen Beitrag zur aktuell hochbrisanten Migrationsdebatte. Die Migration von Frauen, insbesondere der 1. Generation, wurde bislang völlig unzureichend untersucht. Im gesellschaftspolitischen Kontext von immer restriktiveren Einwanderungsgesetzen, rassistischen Tendenzen und einseitigen Forderungen an MigrantInnen sich zu integrieren, analysiert Bär Migration als Krise und Trauerprozess. Sie kombiniert...

Trauern in jedem Alter 

Drei Menschen, drei Arten zu trauern: Milli Bird ist die jüngste mit ihren sieben Jahren. Zuerst stirbt ihr Hund. Die Erklärung der Mutter, dass der Hund mit dem Raumschiff zum Reich der Hundekuchen reist, durchschaut sie schnell. Als nächstes stirbt ihr Vater, und die Mutter, die dem allen nicht gewachsen...