Verschlagwortet: Mutter

Zwischen hier und dort

Bis Melanie beim titelgebenden „Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht“ ankommt, vergehen über 300 unterhaltsame Seiten, in denen Melanie manchmal an ihren Lebensentscheidungen zweifelt. Am meisten quält sie die Sehnsucht nach ihrer Teenagertochter Adele, die mit Melanies Ex in Neuseeland lebt, während Melanie in Wien zuhause...

Mutter – Tochter – Verzeihen

Das Buch von Marie-Louise Monrad Møller erzählt von der Beziehung einer Tochter und ihrer Mutter, einer Pastorin. Durch die Erkrankung ihrer Mutter fühlt sich die Tochter gezwungen, an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren, um sich um sie zu kümmern. Die alten Erinnerungen aus ihrer Kindheit kommen wieder und man spürt,...

Drei Generationen von Töchtern

Das Debüt erzählt die Geschichten von Marianna, Róża und Waleria. Drei Generationen von Frauen, deren Erfahrungen und Gefühle über zeitliche und örtliche Grenzen hinweg miteinander verflochten und zugleich von Brüchen und Verschiedenheit geprägt sind. In abwechselnden Perspektiven taucht der Roman in die Geschichten der Protagonistinnen ein, deren Lebenswege vom polnischen...

Ein Buch über Mütter, Töchter und Identität

Ich weiß wenig über meine Großmutter. Bedauere, dass ich sie nicht gefragt habe, als es noch die Gelegenheit gab. Frage mich, ob sie geantwortet hätte und wenn ja, wie. Ich denke über meine Mutter nach, sie als Mutter, als Tochter, als Frau, als Mensch. Beim Lesen von Lena Goreliks Alle...

Eigene Wege, weit weg

In ihrem sehr gelungenen Debütroman erzählt Sybille Reuter die Geschichte einer jungen Frau, die in den 1980er-Jahren in Bulgarien aufwächst. Sie sehnt sich nach Freiheit und einem anderen Leben, befreit von dem Schmerz familiärer Enttäuschungen und der unterdrückten Wut ihrer Mutter gegenüber. Als Erwachsene versucht sie, diese Enttäuschungen sowie die...

Mütter-Söhne

Mächtige Mütter, grausame Söhne – eine patriarchale Geschichte Eva Patarak, Kräuterverkäuferin in Essen, geschieden, lebt mit ihrem erwachsenen Sohn in bescheidenen Verhältnissen. Ihr größter Wunsch: dass ihr Sohn, Studienabbrecher, Internet-süchtig, mit ihr redet und sie nicht nur als lästiges Übel wahrnimmt – trotz Rundumversorgung. Da ist Agrippina, Mutter Neros, schon...

Wiederholungen oder: Wie ist Ausbrechen möglich?

Anna Maschiks Debütroman beginnt mit dem heimlichen Töten der Schafe während des zweiten Weltkriegs und endet mit der Verwandlung der toten Mutter in einen Zitronenbaum. Über ein Jahrhundert hinweg folgen wir vier Frauen einer Familie, vier Generationen, die stets versuchen, alles anders zu machen, und sich dann doch immer in...

Puzzleteile einer nach Freiheit Suchenden

Die bekannte deutsche Schauspielerin Caroline Peters hat einen autofiktionalen Roman über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Mutter Hanna geschrieben. Während und nach der Beerdigung ihres Vaters Bow versucht die Ich-Erzählerin, sich ihrer bereits einige Jahre zuvor verstorbenen Mutter durch Erinnerungen anzunähern. In bruchstückhaften Geschichten ohne verlässliche Zeitleiste rekonstruiert sie Auszüge...

Himmel und Hölle

Brenda Navarro reflektiert in Leere Häuser das Konzept der Mutterschaft in einer von Machismo geprägten Gesellschaft. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen in Mexiko City. Die erste Frau möchte eigentlich keine Kinder haben, bekommt aber trotzdem welche. Die zweite Frau wünscht sich nichts sehnlicher als Mutter zu werden – es...

Die Zumutung des Todes

Geschrieben in einem dynamischen Sprachrhythmus, als wäre die adressierte Mutter anwesend, als beeile sich die Tochter, rechtzeitig ihr Lob und ihre Klagen an die Frau zu bringen. Die Ungeheuerlichkeit des Todes der eigenen Mutter spiegelt sich in diesem verzweifelten Festhalten an den vielen Gesprächen, die stattgefunden haben und den vielen,...