Schlagwort: Kapitalismuskritik

Sex (more than just) sells

Sex oder Sexualität als Mittel zur Wertschöpfung zu betrachten, fällt an sich nicht schwer. Wir denken dabei an monetär entlohnte Sexarbeit oder die enorme Spannbreite der (globalen) Sexindustrie on- und offline. Auch die wissenschaftliche Theorieentwicklung zur Bedeutung von Sexualität innerhalb der gesellschaftlichen Sphären der (Re-)Produktion oder ihre Rolle in der...

Wie Sorge (doch nicht) entsorgt wird

nna Hartmann verknüpft feministisch-ökonomische und psychoanalytische Ansätze, um zu neuen Einsichten zur „Entsorgung der Sorge“ im spätkapitalistischen Westen beizutragen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Beobachtung, dass die strukturellen Voraussetzungen für die Erbringung der Sorgearbeit – im fordistischen System noch idealtypisch bei der „Hausfrau“ verankert – im Spätkapitalismus zunehmend entsorgt...

Capitalism kills

Eine kleine Bande von Straßenkindern bricht in Häuser und Wohnungen von reichen Bewohner*innen Buenos Aires‘ ein. Ihr Erfolgskonzept: keine Spuren hinterlassen und von allem immer nur ein bisschen mitnehmen. Die Bewohner*innen der beraubten Häuser und Wohnungen bemerken oft erst Wochen später, dass bestimmte Stücke im Haushalt fehlen. Nie erwischt werden...

Queer-feministische Positionsbestimmungen

Der Sammelband von Birgit Sauer und Katharina Pühl gibt einen Einblick in aktuelle Diskussionen queer-feministischer Kapitalismuskritik im deutschsprachigen Raum. Diese spannt sich über Fragen der Regulierung von Sexualitäten, trans/nationale Relationen von Reproduktionsverhältnissen zu materialistisch-feministischen Perspektiven. Dabei werden unter anderem Themen wie Generativität und Bevölkerungspolitiken behandelt, die Verschränkungen verschiedener Herrschaftsverhältnisse diskutiert...

Sorgearbeit und Geschlecht

Lisa Y. Hallers Buch reiht sich in eine erfreuliche Entwicklung ein, die in der Geschlechterforschung zu beobachten ist: Seit einiger Zeit erscheinen wieder mehr Publikationen, die Geschlechterfragen in Bezug zu und vor dem Hintergrund der politischen Ökonomie diskutieren. Welcher Zusammenhang besteht eigentlich, so die von Haller für Deutschland aufgeworfene Frage,...

Que(e)rulantischer Punk-Feminismus

Ein buntes wildes Potpourri von über 30 Künstler*innen und Aktivist*innen, die durch differente Ausdrucksweisen eine mitreißende Retrospektive von den (Un)-Möglichkeiten und Grenzen von Queer-Feminismus im Punk geschaffen haben. Die Klappbroschüre enthält Zeichnungen, Comics, (theoretische) Textbeiträge, Kurzgeschichten und Interviews, die zum Querlesen anregen. Ein Sammelband der ganz besonderen Art: Gedruckt auf...

Veränderungen sind (un-)möglich?

Sind wir in der Ordnung (Staat, Kapital, Sprache, Phallozentrismus, Religionen, Heteronormativität, Ideologien) komplett gefangen? Und sind selbst Umwälzungsversuche dieser Ordnung inhärent? Die vorliegende Lektüre nimmt den Aufsatz „Ideologie und ideologische Staatsapparate“ (1970) von Louis Althusser, einem der wichtigsten marxistischen Philosophen des 20. Jh., zum Ausgangpunkt der Frage, wie das herrschende...

Kapitalismuskritik feministisch gelesen 

Die Autor*innen werden sowohl den verschiedenen theoretischen Ansätzen als auch der großen Bandbreite feministischer Kapitalismuskritik gerecht. Sie geben einen Überblick über das umfangreiche Forschungsgebiet und benennen die zentralen Gemeinsamkeiten. Sie setzen sich mit folgenden Themen auseinander: Unterordnung der Reproduktion, kapitalistische Herrschaftszusammenhänge, Arbeits- und Geschlechterarrangements und kapitalismuskritische Männerforschung sowie mit Fragen...