Verschlagwortet: Mutter-Tochter-Beziehung

Mutter – Tochter, Ost – West

Nach ihrem erfolgreichen Debut Superbusen legt Paula Irmschler nun den zweiten Roman vor. Mutter Gerda, mittlerweile 60 Jahre alt, lebt aktuell in Leipzig und hat vier Kinder großgezogen, meistens alleinerziehend. Die jüngste Tochter Karla, im Jahr der Wende 1989 geboren, lebt in Köln und hat seit zwei Jahren keinen Kontakt...

Worte, die nicht mehr gesagt werden können

Ada D’Adamo ist beeinträchtigt von den Symptomen ihrer rasch fortschreitenden Krebserkrankung und geschwächt von den erbarmungslosen Nebenwirkungen der Krebstherapie. Sie schreibt an ihre mittlerweile 14-jährige Tochter Daria. Diese ist mit einer Agenesie des Corpus Callosum auf die Welt gekommen: Es fehlt ihr der Balken, der die Gehirnhälften trennt und verbindet...

Ferrantes erster Roman

Im Jahr 1992 erschien Elena Ferrantes erster Roman im Original, jetzt liegt er in einer deutschen Übersetzung vor. Wie schon in der Neapolitanischen Saga sind die Protagonistinnen auch diesmal Frauen: Mutter und Tochter. Schauplatz, wie könnte es anders sein, ist Neapel. Daria, die Tochter, fährt zum Begräbnis der Mutter. Sie...

Von ersten, richtigen und anderen Müttern

Donatella di Pietrantonio, eine italienische Autorin aus den Abruzzen, zieht die Leserin mit ihrem neuen Roman unwiderstehlich in einen Wirbel aus widerstreitenden Emotionen hinein. In die Welt einer Dreizehnjährigen, die ohne Begründung aus einem scheinbar geborgenen Leben als Einzelkind mit liebevollen Eltern und Haus am Strand hineingestoßen wird in eine...

Dichterin in einer irrsinnigen Welt

Die bedeutende russische Dichterin Marina Zwetajewa und ihre Tochter Ariadna Efron sind die Protagonistinnen des Romans der finnischen Autorin Riikka Pelo. Das Leben der beiden Frauen in einer – wie es die Dichterin immer stärker wahrnimmt – irrsinnig gewordenen Welt ist geprägt von Schicksalsschlägen und Not, aber auch von Liebe...

gegen über tragen

Ausgehend von einem durch die Shoah bedingten „Notstand der Zeugenschaft“ – der prinzipiellen Infragestellung der Möglichkeit von Zeug_innenschaft und der Fähigkeit für und von sich selbst zu sprechen – analysiert Johanna Bodenstab (1961-2015) Videozeugnisse von Überlebenden der Shoah in Hinblick auf Mutter-Tochter-Beziehungen. Ihre psychoanalytische Zugangsweise drückt sich dabei nicht nur...