Verschlagwortet: Tochter

Mutter – Tochter – Verzeihen

Das Buch von Marie-Louise Monrad Møller erzählt von der Beziehung einer Tochter und ihrer Mutter, einer Pastorin. Durch die Erkrankung ihrer Mutter fühlt sich die Tochter gezwungen, an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren, um sich um sie zu kümmern. Die alten Erinnerungen aus ihrer Kindheit kommen wieder und man spürt,...

Drei Generationen von Töchtern

Das Debüt erzählt die Geschichten von Marianna, Róża und Waleria. Drei Generationen von Frauen, deren Erfahrungen und Gefühle über zeitliche und örtliche Grenzen hinweg miteinander verflochten und zugleich von Brüchen und Verschiedenheit geprägt sind. In abwechselnden Perspektiven taucht der Roman in die Geschichten der Protagonistinnen ein, deren Lebenswege vom polnischen...

Eigene Wege, weit weg

In ihrem sehr gelungenen Debütroman erzählt Sybille Reuter die Geschichte einer jungen Frau, die in den 1980er-Jahren in Bulgarien aufwächst. Sie sehnt sich nach Freiheit und einem anderen Leben, befreit von dem Schmerz familiärer Enttäuschungen und der unterdrückten Wut ihrer Mutter gegenüber. Als Erwachsene versucht sie, diese Enttäuschungen sowie die...

Frauen, die suchen und anderes finden

Das Buch könnte statt „Töchter“ auch „Väter“ heißen, um die es einerseits vielfach geht. Andererseits stehen doch zwei Töchter mit ihrem Ringen um ihre (verlorenen) Väter im Mittelpunkt, es erzählt die eine von ihnen. Und genau mit diesem Moment der gebrochenen Erwartungen und heimlichen Leser_innen-Wünsche spielt dieser Roman gekonnt: So...

Verstehen lernen

Sie hat immer noch das Gefühl, sie ist nicht die Tochter, die sich die Mutter wünscht: „Als Mitt-Zwanzigerin habe ich einmal meine Mutter gefragt, was ihr lieber wäre: wenn ich heiraten würde oder den Nobelpreis bekäme. Alles, was sie darauf erwidert hat, war: ‚Sei doch nicht lächerlich!‘“ Die amerikanische Autorin...

Mutters Veränderung

Karen-Susan Fessels neues Werk ist ein dokumentarischer Roman über ihre Mutter Anke Fessel. Die Mutter lebt nach dem Auszug der Kinder und dem Tod des Vaters allein in dem Einfamilienhaus der Familie. Mit 76 Jahren stürzt sie beim Bettenmachen und bricht sich den Oberschenkel. In mühevoller Kleinarbeit robbt sie sich...

„Die Zeit. Glatt, dunkel und still.“

Cecilie Enger (Jg. 1963) erzählt eine Geschichte, von der man nicht wissen kann, wie sie gewesen wäre, wenn die Alzheimerkrankheit sich nicht unaufhaltsam in die Wirklichkeit ihrer Mutter, und damit auch in das fragile Gefüge ihrer Familie eingefressen hätte. Vielleicht bliebe das Gerüst der Geschichte dasselbe: ausführliche Listen, die die...